Ungewöhnliches Vehikel: Antonio de Chiara und Giulio Genova auf ihrem solarbetriebenen Fahrrad. Foto: Lang

Zwei Italiener unterwegs

Mit dem Solar-Radl von Rom nach Berlin

Dorfen/Rom – Neugierige, teilweise amüsierte Blicke ernteten Antonio de Chiara und Giulio Genova als sie mit ihrem Solar-Elektro-Tandem durch Dorfen und auf der B 15 Richtung Taufkirchen lang strampelten. Seit Wochen sind die beiden Italiener unterwegs. In Rom sind sie gestartet. Ihr Ziel ist Berlin.

Allerdings hatten sie mit ihrem witzig aussehenden Hybrid-Rad in der Isenstadt einen kleinen Unfall. Die Felge hat es zerrissen und so mussten sie einen Zwischenstopp einlegen. Glück im Unglück. Denn die Dorfener Familie Wiegel nahm die beiden Öko-Radler spontan auf und half ihnen, das Tandem wieder zu reparieren.

Das Fahrzeug ist ein Prototyp und wurde von Elektro-Ingenieur Antonio im Rahmen seiner Diplomarbeit selber konstruiert und gebaut. Zweieinhalb Monate war er damit Tag und Nacht beschäftigt. Dann nahm er mit seinem Tandem beim „Sun Trip 2015“ teil, einer Aktion, die zur Expo 2016 ausgerufen wurde. 25 Teilnehmer aus der ganzen Welt absolvierten mit ihren durch Sonnenenergie betriebenen Fahrzeugen die Strecke von Mailand nach Antalya und zurück. Gestartet wurde am 6. Juni in Mailand. Der erste Teilnehmer traf bereits am Ziel am 2. Juli ein, Antonio etwas später, am 28. Juli. Weil ihm das Radeln so viel Spaß machte, hat er gleich danach seinen Freund Giulio motiviert, mit ihm die nächste Tour nach Berlin zu unternehmen.

Bis zu 300 Kilometer können die beiden mit ihrem Tandem täglich zurücklegen, das neben Muskelkraft auch mit Photovoltaik-Energie betrieben wird. Problem ist eher das Sitzfleisch, sodass die beiden meistens kleinere Etappen fahren. Das Photovoltaik-Dach sieht nicht nur außergewöhnlich aus, es ist auch als Sonnen- und Regenschutz ganz nützlich. Allerdings ist es ganz schön schwer. Ohne Gepäck und Zelt bringt das Hybrid-Tandem allein schon 75 Kilo auf die Waage.

Ganz begeistert sind die beiden Italiener von den freundlichen Bayern, allen voran der Dorfener Familie, die sie so gastfreundschaftlich aufgenommen hat und ihnen ganz professionell half, ihr Gefährt wieder in Gang zu bringen.

Birgitt Lang

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