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Über 200 Mund-Nasen-Masken genäht und damit 1000 Euro für bedürftige Bürger im Landkreis erarbeitet haben Andrea (links) und Sabine Jaskola aus Erding.

1000 Euro fürs Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“

Spendable Masken-Näherinnen: die Jaskola-Schwestern aus Erding

Masken genäht und Spenden gesammelt haben Andrea und Sabine Jaskola aus Erding in den vergangenen Monaten. Die Gemeinschaftsaktion kam gut an und unterstützt zudem Bedürftige.

VON GERDA GEBEL

ErdingMasken nähen und Spenden sammeln hieß es für die Schwestern Andrea und Sabine Jaskola aus Erding in den vergangenen Monaten. In einer Gemeinschaftsaktion nähten sie mehr als 200 Masken und gaben sie gegen eine Spende ab. 1000 Euro sind so zusammengekommen, die die beiden ans Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ des Erdinger Anzeigers überwiesen.

„Wir brauchen bunte Masken“, erkannte Sabine Jaskola (57), als im März das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes begann. Die einfarbigen OP-Masken waren für die modebewusste Erdingerin keine Option. Ihre Schwester Andrea (59) holte die Nähmaschine heraus und organisierte eine geeignete Anleitung aus dem Internet. Bunte Stoffe waren ausreichend vorhanden. Der Prototyp gelang auf Anhieb. „Das gleiche Modell nähe ich immer noch“, erzählt Andrea Jaskola, gelernte Hauswirtschaftsleiterin im Vorruhestand.

Über den Kurznachrichtendienst WhatsApp machten die bunt gemusterten Masken schnell die Runde, die Anfragen aus dem Freundeskreis häuften sich. „Jeder wollte dafür etwas zahlen, aber wir wollten ja kein Geschäft draus machen“, erklären die Schwestern. Sie gaben die Masken auf Spendenbasis ab. Der Erlös sollte an eine Erdinger Organisation gehen.

Für die Gummibänder wurden die Nähkästen bei Freunden und Bekannten geplündert, als Draht für den Nasenbügel erwiesen sich die Metallstreifen aus Schnellheftern als brauchbar.

Bei Sabine Jaskola, die sich als Einzelhandelskauffrau in einem großen Münchner Modehaus in Kurzarbeit befand, war der Ehrgeiz geweckt. Sie übernahm die Materialbeschaffung und die Auftragsabwicklung, gab viele Masken im Geschenke-Laden „mydahoam“ ab, den eine Freundin in Neufinsing betreibt, einige auch über die Verkaufsplattform ebay. „Ich wollte in der Zeit etwas Sinnvolles tun“, sagt die 57-Jährige – und ist vom Erfolg der Aktion begeistert. Bei ihrer Schwester ratterte pausenlos die Nähmaschine. So entstanden die schönsten Modelle, die zu den Outfits der Käufer passen sollten.

Natürlich wurden auch Sonderwünsche erfüllt: Mit einer ausrangierten 1860-Bettwäsche wurden einige eingefleischte Löwen-Fans beglückt, aus einem alten Kleid entstand ein orientalisches Modell mit Pailletten. Der Chef eines Münchner Sporthauses bekam eine Maske mit Firmenlogo – dafür musste ein Poloshirt dran glauben. Auch Trachtenmodelle wurden geordert.

„Das Vernähen der vielen bunten Stoffe hat mir total Spaß gemacht“, erzählt die fleißige Näherin, deren Masken nicht nur im Landkreis Erding, sondern auch in München, Erlangen und sogar Amsterdam getragen werden. Über 200 Mund-Nasen-Masken hat Andrea Jaskola gefertigt. Dafür kamen fast 1000 Euro zusammen, die die Schwestern zu einer glatten Summe aufgerundet haben.

„Wir sind beide gebürtige Erdingerinnen und wollten, dass die Spende auch Bürgern im Landkreis zu Gute kommt“, sagen sie zu ihrer Motivation, die Summe an das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ der Heimatzeitung zu spenden. Gleichzeitig möchten sie den sehr großzügigen Spendern danken, die mit zum Erfolg beigetragen haben.

Da Masken mittlerweile überall erhältlich sind, hat die Nachfrage etwas nachgelassen. Es kommen aber erste Reparaturanfragen. Doch die Schwestern sind gerüstet für die Herbst-Winter-Kollektion, die dann vielleicht mit Nikoläusen und Zimtsternen bedruckt ist.

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