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Auch die Berufsschul-Turnhalle an der Freisinger Straße in Erding wurden rechte Graffitis gesprüht.

Staatsschutz ermittelt

Rechte Schmierereien an Moschee und Asylheimen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Erding - Erneut sind in Erding rechtsextremistische Straftaten begangen worden. Unbekannte haben im Verlauf des Wochenendes drei Objekte mit politisch eindeutigen Schriftzügen verunziert. In allen Fällen ermittelt der Staatsschutz der Kripo Erding.

Tatort Nummer eins ist die Moschee am Rätschenbach in der Altstadt. Das Polizeipräsidium in Ingolstadt teilte am Montagabend mit, dass an die Wand des Gebetsraums der Schriftzug „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ geschrieben wurde. Bei den anderen beiden Örtlichkeiten handelt es sich um Anwesen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind – zum einen die Großunterkunft in der Berufsschul-Turnhalle des Landkreises an der Freisinger Straße, zum anderen die Asyl-Container an der Langen Feldstraße in Altenerding. Hier entdeckten Passanten den Schriftzug „Es ist mir bunt genug jetzt“ und alarmierten die Polizei.
Die Fahnder sind sich sicher: Alle drei Taten stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang zueinander. Die bisherigen Ermittlungen erlauben den Rückschluss, dass alle drei Graffitis von den selben Personen angebracht worden sind. Unklar ist noch, ob es sich um bürgerlichen Protest handelt oder Rechtsradikale am Werk waren. Wie berichtet, gibt es derzeit in der Region keine aktive rechte Szene.
Vor exakt zwei Monaten waren im Stadtgebiet schon einmal rechtsradikale Graffitis gesprüht worden, auch damals an die Containerwand der Asylunterkunft in Altenerding. Seinerzeit wurde mit Lackfarbe ein Hakenkreuz und der Name Hitler an die Fassade gemalt worden. Die Täter konnten bis heute nicht gefasst werden.
Zeugen gesucht:
Wer übers Wochenende Täter bei ihren Graffiti-Schmierereien beobachtet hat oder Hinweise auf die Unbekannten geben kann, erreicht die Kripo Erding unter Tel. (0 81 22) 96 80.

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