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Der Bahnübergang bei Kloster Moosen soll nach dem Willen der Bahn einer Brücke weichen.

Stadt und Bürger kämpfen gegen Brücken

Dorfen - Stadt und Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ kämpfen dagegen, dass die Bahn Fakten schafft. Sowohl die Kommune als auch die Bürgerinitiative haben das Eisenbahn-Bundesamt aufgefordert, das Planfeststellungsverfahren ruhen zu lassen.

Bei dem Planfeststellungsverfahren geht es um die Bahnübergangsbeseitigung in Kloster Moosen. Im Zuge des geplanten Bahnausbaues soll der beschrankte Übergang bei Kloster Moosen beseitigt und stattdessen eine Straßenüberführung gebaut werden. Geschätzte Kosten: 4,7 Millionen Euro. Die Stadt müsste laut Gesetz ein Drittel der Kosten tragen. Diese Planung liegt seit geraumer Zeit beim Eisenbahn-Bundesamt, die die Planfeststellung durchführen muss.

Sollte das Eisenbahn-Bundesamt den Planfeststellungsbeschluss erlassen, wären damit Fakten geschaffen. Die von der Bürgerinitiative und der Stadt geforderte Tieferlegung der Gleise wäre damit vom Tisch. Stadt und Bürgerinitiative legen in zwei getrennten Schreiben an die Behörde ihr Veto ein und machen unmissverständlich klar, dass diese Planung „grundsätzlich abgelehnt wird“. Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) hat in seinem Schreiben an das Eisenbahn-Bundesamt zusätzlich angekündigt, dass die Stadt unter diesen Vereinbarungen eine laut Gesetz notwendige Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn nicht schließen werde. Grundner verweist auch auf den Beschluss des Stadtrates, wonach sowohl die Kommune als auch die Bürgerinitiative beim Bahnausbau für die Übergänge bei Rutzmoos (Staatsstraße 2086), der Bundesstraße 15, bei der Ziegelei Meindl und in Kloster Moosen eine Tunnel- oder Troglösung fordert. Mit dem Planfeststellungsbeschluss für ein Brückenbauwerk bei Kloster Moosen würden „endgültige Weichenstellungen“ vorgenommen, die eine Tunnel- oder Troglösung „unmöglich“ machten, schreibt Grundner.

Der Sprecher der Bürgerinitiative, Georg Brandhuber, macht in seinem Schreiben deutlich, dass ein Beschluss für das Brückenbauwerk „gegen den gesamten Willen der Dorfener Bevölkerung“ erfolgen würde „und so nicht akzeptiert wird“. Die Bürgerinitiative werde alles unternehmen, um einen Bahnausbau „mit endlosen Schallschutzmauern und bombastischen Brückenbauten sowie Unterführungen zu verhindern“.

Anton Renner

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