Investitionsplan

Stadt will bis 2019 44 Millionen investieren

Dorfen - Die rund 20 Millionen teure Generalsanierung der Dorfener Zentralschule wird 2017 abgeschlossen. Das gibt der Stadt Luft, neue Projekte zu planen. Der Bauausschuss hat dazu einen Teil des Investitionsplans bis 2019 für den Stadthaushalt vorberaten.

Die Leiterin der Finanzverwaltung, Maria Bauer, erinnerte zunächst, dass es in Dorfen „keine nichtöffentlichen Vorberatungen mehr gibt“ (wir berichteten). Deshalb beschäftigte sich der Bauausschuss und demnächst der Finanzausschuss des Stadtrates mit geplanten Investitionsmaßen bis 2019. Das Volumen der Baumaßnahmen beträgt rund 44 Millionen Euro. Im Bereich „Hochbaumaßnahmen“ sind die teuersten Projekte geplant. Zunächst sind heuer 5,5 Millionen Euro und 2017 noch mal 500 000 Euro für die Restabwicklung der Zentralschulsanierung geplant. Alleine vergangenes Jahr wurden sechs Millionen Euro investiert. Neu dazugekommen sei laut Bauer im Investitionsplan für 2017 die notwendige Sanierung der Sportanlagen mit einer neuen 400-Meter- Laufbahn. Eingeplant sind 918 000 Euro. Die gesamte Mittelschule ist derzeit noch in Containern untergebracht und soll bis spätestens zum neuen Schuljahr ins sanierte Schulhaus zurückziehen.

Ein weiterer dicker Finanzbrocken steht mit dem beschlossenen Rathausneubau an. Drei Jahre sind für die Realisierung vorgesehen. Im Kostenrahmen werden heuer 700 000 Euro, drei Millionen Euro 2017 und 1,5 Millionen Euro 2018 (insgesamt 5,2 Millionen Euro) eingeplant. Hinter möglichen Nebenkosten während der Bauphase steht noch ein Fragezeichen.

Im Bereich Feuerwehren stehen zwei Maßnahmen an. Das Gerätehaus in Hausmehring wird abgerissen. Für einen neuen Standort sind 150 000 Euro (2017) und 50 000 Euro (2018) vorgesehen. Ein „dringender Fall“ sei das Gerätehaus in Esterndorf, das „nicht mehr den Vorschriften entspricht“, sagte Bauer. So gebe es etwa keine Damentoilette. Ein Problem sei dort die Bausituation und Grundstücksverfügbarkeit. Die Probleme bestätigte auch Martin Heilmeier (LDW), dort selbst Feuerwehrmann. Er sagte, „der Betonmischer steht schon bereit“. Beschlossen wurde die Investitionssumme von 100 000 Euro von 2018 auf 2017 vorzuziehen.

Im Bereich Straßen- und Brückenbau sind bis 2019 rund zwei Millionen Euro eingeplant. Alleine heuer investiert die Stadt für die Gemeindeverbindungsstraße Puch bis Rumberg (1,7 km) rund 378 000 Euro. Beschlossen wurde zudem eine Geh- und Radwegverbindung von Unterseebach bis Oberdorfen zu planen (Antrag der CSU-Fraktion). Ein Teilstück ist bereits gebaut. Insbesondere der Lückenschluss zwischen Zeilhofen und Oberdorfen wurde befürwortet, um die Sicherheit für Fuß- und Radfahrer zu erhöhen. 2018 soll die Maßnahme für rund 150 000 Euro fertig gestellt werden, falls man die nötigen Grundstücke bekommt.

Auch kleine Maßnahmen, wie 500 Euro für zusätzliche Radlständer am Freibad wurden, beschlossen (ÜWG-Antrag). Weiter sind geplant 4,5 Millionen Euro für Grunderwerb, drei Millionen Euro für Kanal-Neubau und -Sanierung sowie 1,6 Millionen Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Im Detail nicht immer einig wurde am Ende für alle Projekte ein einstimmiger Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat gefasst.

Hermann Weingartner

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