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Auch ohne Politiker-Derblecken und Fastenpredigt war der Auftakt zum Taufkirchener Starkbierfest am Freitagabend bestens gelungen und ein Erfolg auf ganzer Linie für die Veranstalter.

Politiker-Derblecken und Fastenpredigt

Starkbierfest Taufkirchen: Bilder

Taufkirchen - Auch ohne Politiker-Derblecken und Fastenpredigt war der Auftakt zum Taufkirchener Starkbierfest am Freitagabend bestens gelungen und ein Erfolg auf ganzer Linie für die Veranstalter.

Erstmals in seiner mittlerweile 21-jährigen Geschichte wurde auf das Abwatschen der Lokalprominenz beim Starkbierfest verzichtet, „weil die Nachfrage im Publikum immer stärker nachgelassen hat“, sagt Franz Schlossnikl, Vorsitzender der BSG Taufkirchen. Der Verein veranstaltet zusammen mit der Brauereigenossenschaft als Starkbier GbR dieses erste große, dreitägige Zeltfest im Jahr in der Region.

Nur etwas ging zum Auftakt richtig in die Hose, beziehungsweise auf die Lederhose von Alpenblitz-Sängerin Vroni. Als Bürgermeister Franz Hofstetter, eigentlich ein routinierter Anzapfer, beim offiziellen Anstich auf der Bühne einen richtigen Biersee verursachte. Nach vier Schlägen erwischte er die Vroni quasi frontal und machte ihr das lederne, kurze Höschen nass. Der süffige Bock spritzte auf einmal aus allen Ritzen des hölzernen Bierbanzens. „Jetzt schaut’s aus, als ob i in d’ Hosn gsoacht hätt“, erklärte die Vroni lautstark übers Mikro, unter dem Gelächter de Gäste. Mit Geschirrtüchern und Zewa-Rollen versuchte sie sich trocken zu reiben und die Bescherung auf dem Bretterboden zwischen all den elektrischen Gerätschaften der Band trocken zu legen.

Was die Bierflut verursacht hatte, konnte auch Braumeister Tom Drechsel nicht erklären. „So was kann immer Mal passieren“, meinte er. Der Biersee tat der guten Stimmung im Zelt und der Spielfreude der Band Alpenblitz aber keinen Abbruch. Das Festbier tat sein Übriges dazu. Mit 16,3 Prozent Stammwürze und 6,8 Prozent Alkohol ist Drechsel wieder ein hervorragendes Starkbier gelungen. Nicht nur in gläsernen Maßkrügen, in denen die wunderschöne Schokofarbe des Bocks besonders herrlich zur Geltung kommt, sondern auch als Halbe in Keferlohern wurde es ausgeschenkt.

Außerdem wurden zehn Essen und 30 Mass Bier verlost. Tine Haslinger holte sich den Gewinn für das Team vom Wagnerwirt ab. An der Verlosung nahmen alle teil, die einen Tisch reserviert hatten, und das waren gut 80 Prozent der Gäste. Das Zelt war also voll, die Stimmung super und Alpenblitz lief zu Höchstform auf. Da wunderte es nicht, dass selbst die Politprominenz, mit Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeister Hofstetter an der Spitze, bis zum letzten Ton der Band mitfeierte.

Am Samstag trieben sich die ersten Jugendlichen in Tracht schon am späten Nachmittag vor dem Festzelt herum und warteten, dass bald zum Stimmungsabend mit d’Moosner geöffnet wurde. Auch die Bar lockte an beiden Abenden zahlreiche Nachtschwärmer an.

Birgit Lang

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