Rund 200 Schüler kamen am Montag Vormittag zur Preview von „Ente gut! Mädchen allein zu Haus“ ins Erdinger Cineplex-Lichtspielberg. Foto: Seidel

Start der 9. Schulkinowoche Bayern: „Ihr werdet viel lernen, obwohl ihr Spaß habt“

Erding - Die neunte Schulkinowoche in Bayern ist gestern gestartet. Bei der Preview in Erding war das Drehteam zu Gast.

Mit großer Aufmerksamkeit der Medien startete im Cineplex Lichtspielberg die neunte Schulkinowoche Bayern mit einer Preview des Jugendfilms „Ente gut! Mädchen allein zu Haus“ von Norbert Lechner. Rund 200 Schüler der vierten bis sechsten Klassen durften sich über die Filmvorführung freuen. Vertreten waren Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich, Oberbürgermeister Max Gotz und Michael Jahn von Vision Kino, dem Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in den Schulen.

Mit einer munteren Moderation von Kristin Amme vom Bayerischen Rundfunk und nach Begrüßung der Kinobetreiberin Veronika Fläxl outete sich auch Oberbürgermeister (OB) Max Gotz als Filmfan, der „oft ins Kino geht“. Vielleicht gar zu oft, denn auf die Frage, welchen Film er zuletzt gesehen habe, musste er passen. Auf jeden Fall aber sei das Cineplex „ein wichtiger Standort in Erding“. Da passt ein Event wie die Preview zu „Ente gut! Mädchen allein zu Haus“.

Bildungsstaatssekretär MdL Georg Eisenreich gratulierte den gespannt wartenden Schülern nicht nur zu einem Tag ohne Schule und stattdessen mit Filmvorführung. „Gute Filme“, erklärte er, „berühren uns, bringen uns zum Lachen oder zum Weinen, und vor allem beschäftigen sie uns zur kritischen Auseinandersetzung“. Der Film sei dafür prädestiniert, befasse er sich doch mit Themen, die sehr aktuell sind. Damit werde das Kino ein Lernort wie die Schule, wenn auch mit bequemeren Sesseln, und - so versprach er: „Ihr werdet viel lernen, obwohl ihr Spaß habt.“

Einen Vorgeschmack lieferte das Drehteam, angefangen vom Regisseur und Produzenten Norbert Lechner, über die Drehbuchautorinnen Antonia Rothe-Liermann und Kathrin Milhan bis zum Geräuschmacher Joo Fürst. Lechner hob die Schwierigkeiten hervor. So musste man für den Film 500 Mädchen casten, wobei die vietnamesischen Gemeinden eine „ziemlich geschlossene Community sind“. An Vietnam, welches er in Vorbereitung für den Film besuchte, begeistere ihn die Lebendigkeit des Landes.

Einblick in die Arbeit des Drehbuchschreibens gaben Rothe-Liermann und Milhan. Bereits 2013 entwickelten sie die Idee, es war jedoch „ein mühseliges Geschäft“, Interessenten zu finden. Die eigentliche Arbeit des Schreibens, so Milhan, sei dann in zwei Monaten von der Hand gegangen.

Kleine Geheimnisse verriet Joo Fürst, der sich lieber als Geräuschenachahmer bezeichnet, denn als „Geräuschmacher, die wir alle sind“. Der O-Ton der Drehaufnahmen sei nun einmal monoton, erst mit prasselndem Bratfett oder Nebengeräuschen werde der Film lebendig. Einer seiner schwierigsten Aufgaben war, die Geräusche barfuß, beziehungsweise in Badeschlappen gehender Mädchen einzufügen. Die Tricks , bot er an, werden in einem Workshop verraten. (gse)

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