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Ortstermin: Im August vergangenen Jahres besuchte MdB Andreas Lenz die Kirche.

Eberinger Kirche

200 000 Euro zur Rettung des Kleinods

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Ebering - Die marode Filialkirche in Ebering kann saniert werden. Für das aus dem 13. Jahrhundert stammende Kleinod gibt es aus Sondermitteln des Bundes zur Sanierung national bedeutsamer Denkmäler 200 000 Euro.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat zusätzliche Mittel für den Denkmalschutz im laufenden Jahr 2016 freigegeben. Unter den bundesweit insgesamt 434 Bewerbungen war auch die Filialkirche St. Laurentius und Stephanus in Ébering (Gemeinde Steinkirchen). Und an der Sanierung dieses einmaligen Kleinods aus dem 13. Jahrhundert beteiligt sich der Bund mit 200 000 Euro, Das haben übereinstimmend die beiden Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) und Ewald Schurer mitgeteilt.

Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm beteiligt sich der Bund seit Jahren an der Sanierung von national bedeutsamen Denkmälern in ganz Deutschland. „Mit dem Zuschuss von 200 000 Euro aus dem Bundesprogramm kann dieses wichtige und wunderschöne Baudenkmal auch für die Zukunft bewahrt werden“, freut sich der haushaltspolitische Sprecher der bayerischen SPD-Landesgruppe, Ewald Schurer.

Auch der CSU-Wahlkreisabgeordnete Lenz freut sich, dass der Einsatz für die Eberinger Kirche erfolgreich war. Er war es, der den Stein dafür mit ins Rollen gebracht hat. Bei einer Besichtigung der Kirche im August vergangenen Jahres mit der Unteren Denkmalbehörde, den Vertretern von Ordinariat, Architekturbüro, Gemeinde und Kirchenverwaltung versprach Lenz, sich für einen Zuschuss aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm einzusetzen. Der CSU-Abgeordnete zeigte sich damals entsetzt darüber, wie heruntergekommen das Gotteshaus ist. „Das kennen wir sonst nur aus dem Osten“, konstatierte Lenz damals. Jetzt hofft der Abgeordnete, „dass durch die Bewilligung der Mittel das Eberinger Kirchlein nun schnell renoviert werden kann, die historische und kulturelle Bedeutung der Kirche als Baudenkmal ist im Umkreis einzigartig.“

Und in der Tat: Die Kirche ist in einem gottserbärmlich Zustand. Überall hat sich Schimmel ausgebreitet, viele Heiligenfiguren sind beschädigt, der Chorbogen ist mit einem Baugerüst gestützt.

Restauratorin Petra Schwaerzel sprach bei dem Ortstermin vor einem Jahr von „erheblichen Schäden“. Sie hat im Auftrag des Erzbischöflichen Ordinariats eine Untersuchung des Gebäudes durchgeführt. „Feuchte, Mauersalze, Klimaschwankungen und temporär sehr hohe Luftfeuchten“ hätten dem Kirchlein „sehr stark zugesetzt“, urteilte sie. Der Bestand weise zwar sehr starke Schäden auf, aber sei dennoch weitgehend erhalten.“ Um den Verfall aufzuhalten, müsse „baldmöglichst“ gehandelt werden, hatte Schwaerzel Alarm geschlagen.

Der Bundestagsabgeordnete Lenz hielt nach seinem Besuch Wort. Er sprach in Berlin mit den Berichterstattern für Kultur verschiedener Parteien, legte ihnen Fotos des Gotteshauses vor und warb für einen Zuschuss zur Sanierung. Der Einsatz von Lenz hat sich gelohnt. Mit dem 200 000-Euro-Zuschuss kann die Sanierung in Angriff genommen werden. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei 750 000 Euro. Die Pfarrei hofft jetzt, dass sich auch der Freistaat, der Bezirk, der Landkreis und die Gemeinde finanziell an der Sanierung mit beteiligt.

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