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Bebauungsplan Hienraching

Beschluss verzögert sich

Der Bebauungsplan für Hienraching nimmt immer mehr Form an. Abgesegnet wurde er aber noch nicht. Das Staatliche Bauamt hat einige Einwände.

Steinkirchen – Wie berichtet, schafft der Bebauungsplan Platz für drei neue Gebäude im Norden der Ortschaft. Im Süden, südlich der Kreisstraße ED 1, können außerdem zwei Bauvorhaben verwirklicht werden. Obwohl der Plan nun zum zweiten Mal öffentlich ausgelegen war, konnten ihn die Gemeinderäte in ihrer Sitzung aber noch nicht absegnen. Grund dafür ist die Stellungnahme des Staatlichen Bauamts in Freising.

Die Behörde hatte unter anderem angemerkt, dass die Erschließungsstraße, die momentan nur rund drei Meter breit ist, in nördliche Richtung auf den ersten 20 Metern auf eine Breite von 4,75 Metern auszubauen sei, um den Begegnungsverkehr von zwei Pkw zu ermöglichen. Innerhalb der Grundstücke müsse ausreichend Platz für eine Wendemöglichkeit bestehen, um ein Rückwärtsausfahren in die Kreisstraße zu vermeiden. Auch bezüglich der Sichtflächen hatte das Amt einige Hinweise parat.

Birgit Kastrup vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, die den Bebauungsplan einmal mehr vorstellte, war wie die Gemeinderäte wenig begeistert von diesen Einwänden. Schließlich gehe es hier nicht um ein großes Baugebiet, das da angeschlossen werde. Die Zahl der Begegnungsverkehre in Hienraching sei gering. Man müsse sich mit dem Straßenbauamt auf einen Kompromiss einigen.

„Das war für uns ganz neu“, sagte Bürgermeisterin Ursula Eibl. „Mit dem haben wir nicht gerechnet.“ Nach den Osterferien will sie mit den Verantwortlichen einen weiteren Ortstermin ausmachen, um „eine vernünftige Lösung“ zu finden. Außerdem sagte die Gemeindechefin: „Es parken keine Autos auf der Kreisstraße, es gibt dort keinen Riesenverkehr.“

Da hier also noch Verhandlungsbedarf besteht, fasste das Gremium zur Stellungnahme des Bauamts noch keinen Beschluss. Das hatte schließlich zur Folge, dass auch der gesamte Plan-Entwurf noch nicht gebilligt werden konnte.

Zu den weiteren Stellungnahmen gab es weniger Diskussionsbedarf. Unter anderem hatte die Brandschutzdienststelle im Landratsamt vorgeschlagen, am nördlichen Ende der Stichstraße für Feuerwehr-Fahrzeuge eine Wendemöglichkeit mit einem Wendeplatzdurchmesser von mindestens 18 Metern zu ermöglichen. Außerdem hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Fahrbahnbreite von fünf Metern empfohlen. Das alles war den Gemeinderäten aber letztlich ein bisschen zu viel. Ihr Fazit: „Das ist einfach übertrieben.“

Für etwas Aufheiterung sorgte die Stellungnahme des Bergamts Südbayern. Dieses hatte geschrieben: „Bergbauliche Belange werden durch das Vorhaben nicht berührt. Das Bergamt stimmt deshalb dem Bebauungsplan zu.“ Da konnte sich keins der Gremiumsmitglieder ein Lächeln verkneifen.

Markus Schwarzkugler

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