CSU im Holzland

Brielmaier will wissen, wo die Leute der Schuh drückt

Die CSU im Holzland sieht sich in einer enorm starken Position: Sie stellt alle vier Bürgermeister, viele Gemeinderäte und ist damit überall stark vertreten. Vorsitzender Bernhard Brielmaier ist jedoch nicht ganz zufrieden. Das merkte man seinem Rechenschaftsbericht an, den er bei der Hauptversammlung im Gasthaus Brenninger in Niederstraubing abgab.

Holzland – Für den Ortsverband gab es nämlich auch etwas völlig Neues: „Wir hatten auch einen Austritt.“ Alle Überzeugungsversuche seien vergeblich gewesen. Das Mitglied sei erst drei Jahre dabei gewesen. Brielmaier deutete an, dass die Mitgliedschaft in der CSU mehr sei als nur eine Parteimitgliedschaft, sondern auch so etwas wie Heimat vermitteln wolle. Das sei wohl bei diesem Mitglied, das seinen Schritt mit bundespolitischen Entscheidungen begründet habe, nicht gelungen, deutlich zu machen. Und so stehe der Ortsverband Holzland jetzt bei 82 Mitgliedern plus zwei so genannten „Probemitgliedern“.

Gerade diese neue Form der Mitgliedschaft könne eine gute Sache sein, meinte Brielmaier, denn beide seien unter 30 Jahren alt. Das wiederum sei ein ganz eigenes Thema, denn der Altersdurchschnitt von 58,4 Jahren sei zwar Kreisdurchschnitt, aber nicht optimal. Auch der Frauenanteil sei mit gerade mal zehn Mitgliedern verbesserungsbedürftig.

Brielmaier kündigte an, dass der Ortsverband auch gesellschaftliche Anlässe schaffen werde. So sei am 17. September eine Fahrt zur Ausstellung „Bier in Bayern“ geplant. Da sei zwar der Start des Oktoberfestes, aber das mache nichts, erklärte der Vorsitzende, der weiter in Aussicht stellte, dass der Ortsverband ab Oktober rotierend durch das Holzland Stammtische anbieten werde, wo die Aktiven vor allem eins wissen wollen: „Wo drückt der Schuh?“ Er deutete an, dass er sich darauf gefasst mache, dass da auch einiges Unangenehme kommen werde. Das habe er in der Vergangenheit des Öfteren schon gehabt.

Für das Frühjahr stehe eine größere Veranstaltung an, bei der es um das Grundsätzliche gehe: „Was wollen wir eigentlich mit Politik?“ Hier wolle er allerdings erst später genauer werden, „damit das nicht schon zerredet wird.“

Der Ortsverband steht vor einem kleinen Jubiläum: Er wurde vor 39 Jahren im Vorgriff auf die Gründung der Verwaltungsgemeinschaft ins Leben gerufen, genau in dem Gasthaus, in dem die 31 Wahlberechtigten auch diesmal wieder zusammen kamen, um die Delegierten für die Kreisversammlung zu bestimmen. Das dauerte, weil pro zehn Mitglieder ein Delegierter nebst einem Ersatzdelegierten zu wählen war. Das Votum für Andreas Lenz dürfte nur Formsache werden, zumal der Kreisvorstand sich bereits einstimmig auf den amtierenden Bundestagsabgeordneten festgelegt hat.

Die Wahlen leitete Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer, der darüber hinaus mit einem 90-minütigen „Impulsreferat“ (siehe Kasten) Grundsätzliches über die Kreispolitik mitteilte, bis hin natürlich zu seinen aktuellen Lieblingsthemen wie „Kommunalkarte“.

Klaus Kuhn

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