Den Festgottesdienst im Zelt auf dem Deutinger-Hof zelebrierte Weihbischof Bernhard Haßlberger (M.).
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Den Festgottesdienst im Zelt auf dem Deutinger-Hof zelebrierte Weihbischof Bernhard Haßlberger (M.).

Einweihungsgottesdienst

Das kleine Wunder von Ebering: Renovierte Kirche gesegnet

Die Sanierung der Filialkirche St. Laurentius und St. Stephanus in Ebering ist ein Erfolg Jahre langer Bemühungen. Die Menschen vor Ort haben sich dafür eingesetzt. Nun wurde das renovierte Gotteshaus gesegnet.

Ebering – Mit einem Freiluftgottesdienst feierten zahlreiche Gläubige am Sonntag, die Renovierung der Filialkirche St. Laurentius und St. Stephanus in Ebering. Weihbischof Bernhard Haßlberger segnete das Gotteshaus. Seit 2016 war die spätromanische Kirche umfassend saniert worden. Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung der Pfarrei Steinkirchen hatten keine Mühen gescheut, und es konnte trotz des Regens ein beeindruckender Gottesdienst auf dem Deutinger Hof gefeiert werden.

„Diese altehrwürdige Kirche ist uns lieb und teuer“, sagte Haßlberger zur Begrüßung. „Ja, sehr teuer war die Renovierung, und wir sind froh, dass alles ein glückliches Ende gefunden hat!“ Er dankte allen, die nicht aufgegeben hätten, das Projekt anzuschieben. Er machte sich mit dem Altardienst auf, um neben den Gläubigen auch die neu renovierte Kirche mit Weihwasser zu besprengen und zu segnen. Danach wurde die Heilige Messe im Zelt fortgesetzt.

Großen Dank im Namen aller sprach Pfarrer Jacek Jamiolkowski Traudl Deutinger für die Unannehmlichkeiten der vergangenen Jahre und ihre Bemühungen um die Kirche aus.

Vor dem abschließenden Segen war noch Zeit für Dankesworte, und Xaver Reiser übernahm die Regie. Ursula Eibl, Kreisrätin und ehemalige Bürgermeisterin von Steinkirchen, sprach über die vielfältigen Bemühungen um die Finanzierung des Projekts, die in ihre Amtszeit gefallen waren. Dank Kontakten zum Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz sei der Kirchenstiftung 2016 ein Zuschuss aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundes in Höhe von 200 000 Euro zugesagt worden. Mit diesen Bundesmitteln war der Grundstein für die Renovierung gelegt. Dazu kamen noch Zuschüsse von der Erzbischöflichen Finanzkammer, vom Landkreis und von der Gemeinde.

Er freue sich, dass er mit dem Baustein aus Bundesmitteln etwas beitragen konnte, erklärte der Abgeordnete in seinem Grußwort. Er wies auf die historische und kulturelle Bedeutung der Kirche in Ebering hin, einem einzigartigen Bauwerk im Umkreis. Als etwas Besonderes sieht er den Platz auf der Anhöhe, aber auch die Menschen, die sich so leidenschaftlich für den Erhalt der Kirche einsetzten.

Zum Segen zog Weihbischof Bernhard Haßlberger miit dem Altardienst in die fertig renovierte Kirche.

„Kirche ist nicht nur das Gebäude, Kirche sind vor allem die Menschen, die sie lebendig machen“, erklärte Lenz. Es sei ein besonderer Platz, ein Ort, der zum Nachdenken einlädt. Man solle auch an die Urahnen denken, die vor Jahrhunderten angepackt und im Vertrauen auf Gott dieses Kirchlein errichtet hatten. Und obwohl das Geld vom Denkmalschutz kam, solle die Kirche kein Denkmal allein sein, sondern eine lebendige Glaubensstätte, fügte er hinzu.

Als Projektleiterin der Renovierung kam auch Architektin Karin Kreutzarek zu Wort. 2007 war sie zum ersten Mal hier, erklärte sie, für eine Sicherungsmaßnahme, an einer Kirche in erbärmlichen Zustand. Sie hätte es damals nicht für möglich gehalten, dass sie heute anlässlich der Feier einer Gesamtinstandsetzung hierher kommen konnte. „Ein kleines Wunder, das geschehen ist, weil sich viele Menschen dafür engagiert haben, weil vieles zusammengepasst hat, dass es möglich gemacht hat“, sagte die Architektin.

Auch Isidor Wegmann von der Kirchenverwaltung freut sich, dass die Kirche von Ebering wieder genutzt werden kann. „Man brauchte viel Optimismus, wenn man vor Jahren den erbärmlichen Zustand der Kirche sah. Und jetzt könne dank vieler Mitwirkender die Kirche wieder genutzt werden“, lobte er. „Dass wir hier in Ebering ein solches Juwel vorfinden, ist nicht nur für die Pfarrei, sondern auch für die politische Gemeinde ein kultureller Schatz den es jetzt zu pflegen und zu erhalten gilt“, sagte Wegmann. Ein besonderer Dank aller Festredner galt der Familie Deutinger, die in mehreren Generationen, immer wieder finanziell und materiell um den Erhalt der Eberinger Kirche gekämpft habe.

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