Verdiente Feuerwehrleute hat Bürgermeisterin Ursula Eibl (l.) bei der Bürgerversammlung ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (v. l.) Manfred Hofmaier, Michael Brenninger, Franz Brandmair und Heinz Nobis mit dem zweiten Bürgermeister Hans Schweiger. Nobis war 25 Jahre lang erster Kommandant in Steinkirchen, alle anderen haben genau diese Zeit bei der Feuerwehr Dienst getan. Foto: Kuhn

Bürgerversammlung Steinkirchen

Eibl wünscht sich mehr Babys

Die Gemeinde Steinkirchen wächst nach dem Geschmack von Bürgermeisterin Ursula Eibl etwas zu langsam. Das ließ sie bei der Bürgerversammlung durchblicken.

Steinkirchen – Neun Einwohner mehr gegenüber dem Vorjahr bei einem Geburtenrückgang um sechs auf 13 und einer gleichzeitig deutlich erhöhten Zahl von Sterbefällen, die auf 16 angewachsen sind, das verleitete die Rathauschefin zu einem unmissverständlichen Aufruf: „Wieder mein Appell an die Jugend: Tut was für den Nachwuchs in der Gemeinde.“ Bei einer auf acht halbierten Zahl von Eheschließungen sind die Hoffnungen hier eher aber begrenzt, geht man von bürgerlich-normalen Abläufen aus.

Die Gemeinde hat deutlich weniger Geld in der Tasche gehabt als in den Vorjahren, wegen einbrechender Schlüsselzuweisungen bei gleichzeitig steigender Kreisumlage. Der Haushalt von 2015 hatte ein Volumen von 2,824 Millionen Euro, und die Rathauschefin wiederholte, was sie bei früheren Gelegenheiten auch schon gesagt hatte: Sie befürworte eine Entwicklung in kleinen Schritten, das gelte vor allem bei der Finanzpolitik. So habe der Schuldenstand bis zum Jahresbeginn 2016 auf 1,036 Millionen Euro abgebaut werden können. „Große Sprünge sind für uns eh nicht möglich“, sagte sie und verteidigte eine Kreditermächtigung von über einer halben Million Euro im Haushalt 2016. Das Geld werde für die Breitbanderschließung gebraucht, aber auch für andere Investitionen. „Immer nur sparen ist vielleicht auch nicht der richtige Weg“, sagte sie zum wiederholten Mal.

Ab 2017 werde die Gemeinde aber auch die Verschuldung schrittweise wieder zurückführen, kündigte sie an. Die Projekte für das laufende Jahr bestehen zunächst in der Ausweisung eines kleinen Baugebietes in Steinkirchen, aber auch dem Ausbau der Niederstraubinger Straße, die in einem sehr schlechten Zustand sei. Hier werde die Gemeinde nach dem Ausschreibungsergebnis 879 280 Euro investieren, die allerdings so hoch bezuschusst würden, dass die Gemeinde nur 364 280 Euro werde ausgeben müssen. Die Straße solle im Dezember fertig sein, wenn Anfang bis Mitte September mit dem Bau begonnen werde. Aktuell laufe darüber hinaus eine Untersuchung darüber, wie die „arg in Mitleidenschaft gezogenen“ Gehwege in Steinkirchen saniert werden können, berichtete sie weiter.

Klaus Kuhn

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