Geschwindigkeitsmessgeräte

Farbige Smileys sollen Raser bremsen

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Steinkirchen - Mit Geschwindigkeitsmessgeräten will die Gemeinde Steinkirchen Autofahrer zum langsamer Fahren bewegen.

Steinkirchen – Die Raserei innerorts macht so manchen Steinkirchener Gemeindebürger rasend. Sätze wie „Ihr könnt’s euch gar nicht vorstellen, wie schnell bei uns gefahren wird!“ haben die Gemeinderäte und Bürgermeisterin Ursula Eibl in der Vergangenheit oft zu hören bekommen. Oft genug jedenfalls, dass das Gremium jetzt reagiert. Und zwar mit sechs Geschwindigkeitsmessgeräten à 3000 Euro.

Die laufen mit Solarstrom, zeigen den Autofahrern ihre Geschwindigkeit an, und je nachdem, ob zu schnell oder zu langsam, grüne oder rote, freundlich oder böse dreinblickende Smileys. „Luxusausstattung“ nennt das Gemeinderat Heinz Nobis deshalb mit einem zwinkernden Auge. Doch das Wichtigste: Die Geräte speichern die gemessenen Geschwindigkeiten. Diese Daten wollen die Gemeinderäte verwerten und Rückschlüsse daraus ziehen.

„Die Auswertung wird spannend“, sagte Claudia Klobensteiner. So könne man beispielsweise sehen, wo innerorts gerade noch so mit Tempo 49 gefahren werde und wo das Geschwindigkeitslimit eben ständig überschritten werde.

Sechs Geräte bedeutet sechs Orte, an denen diese aufgestellt werden. Nach kurzer Diskussion fiel die Entscheidung auf Taferl nahe von Ortseingängen in Steinkirchen, Hofstarring, Kögning, Hienraching, Eldering und Niederstraubing. Auch andere Ortschaften waren im Gespräch. Auch dort oder wo anders könnte demnächst eines der Messgeräte stehen. Je nach Bedarf will die Gemeinde diese nämlich rotieren lassen. So könnten die Smileys die Autofahrer demnächst auch mal Am See grüßen. Oder in Sillading. Dort wohnt Gemeinderat Walter Heilmaier. Da kämen die Raser gerne mal vom Großwimpasinger Berg heruntergebrettert, berichtete er. Oder in Krottenthal, wo viele Lkw durchsausen. „In letzter Zeit werden’s wieder mehr“, berichtete Claudia Vielberger von ihren Beobachtungen.

„Die anderen sollen sich nicht ausgeschlossen fühlen“, betonte Manfred Schwaiger. Damit meinte er die Bürger der betroffenen Orte, die erst mal keine Messgeräte bekommen. Im Holzlandblatt solle man deswegen noch einen Hinweis unterbringen, dass die sechs Standorte ein erster Schritt seien, und die Messgeräte auch wechseln werden.

Jetzt habe man sich eben erst mal für die größeren Orte entschieden, sagte Eibl. Die neuen Geräte sind übrigens bereits schon bei der Verwaltungsgemeinschaft angekommen. Das Ziel ist, dass sie bis zum Schulanfang Mitte September installiert sind. Denn die Sicherheit der Mädchen und Buben auf dem Weg zum Schulbus ist nicht der unwichtigste Grund für die Verkehrsüberwachung.  

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