Ursula Eibl (ÜWG).

Serie: Halbzeit bei den Kommunalwahlen 

Für Eibl ernüchternd: Immer mehr Egoismus, Neid und Hass

Steinkirchen – Vor drei Jahren waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir wollen von den amtierenden Bürgermeistern wissen, welche Projekte aus dem Wahlkampf bereits umgesetzt wurden, wo es noch hapert und wie die nächsten drei Jahre aussehen. Heute: Ursula Eibl (63), Bürgermeisterin von Steinkirchen.

-Ein Rückblick auf Ihr Wahlprogramm: Was wurde bereits umgesetzt?

Ursula Eibl:Im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes werden heuer noch zwei Projekte umgesetzt und zwar eine Platzgestaltung und ein Wegebau im Ort Steinkirchen. Ein weiteres Ziel war „Baumöglichkeiten schaffen“, was ebenfalls in Angriff genommen wurde. Der Ausbau der Niederstraubinger Straße und die 1. Stufe des Breitbandausbaus war uns ein sehr großes Anliegen, was uns auch gelungen ist..

-Was wurde noch nicht umgesetzt – und warum?

Eibl:Noch nicht umgesetzt werden konnte der gemeinsame Radwegebau mit dem Landkreis Erding von Steinkirchen nach Taufkirchen, da dieser erst für das Jahr 2019 vorgesehen ist. Außerdem wurden wegen der finanziellen Haushaltslage die anstehenden Hoferschließungen noch aufgeschoben..

-Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Gemeinderat?

Eibl:Das Verhältnis zum Gemeinderat ist sehr gut und konstruktiv, denn nur so kann man gute Ergebnisse für unsere Bürgerinnen und Bürger erzielen. Wir sind auch stets bestrebt, eine solide und verständliche Finanzpolitik auszuüben. Der Gemeinderat wird an den umgesetzten Projekten gemessen, und da ist in den letzten Jahren einiges erreicht worden.

-Was war in den vergangenen drei Jahren als Bürgermeisterin Ihr schönstes Erlebnis?

Eibl:Es gibt viele schöne Erlebnisse, wie zum Beispiel Trauungen und Besuche bei Jubilaren, um mich mit den Menschen zu unterhalten, die noch aus früherer Zeit berichten können. Aber eins meiner schönsten Erlebnisse war das Holzlandvolksfest in Steinkirchen..

-Welches Erlebnis war besonders ernüchternd?

Eibl:Ein ernüchterndes Erlebnis ist für mich, dass Menschen nicht mehr zufrieden sind und unangemessene Forderungen stellen. Egoismus, Neid und Hass halten leider immer mehr Einzug, was natürlich auch in unserer Verwaltung nicht spurlos vorübergeht.

-Gibt es etwas, das Sie in den nächsten drei Jahren anders machen wollen?

Eibl:Der Beruf der Bürgermeisterin fasziniert mich auch noch nach neun Jahren und ich habe Freude daran, Menschen zu begegnen und mich ihrer Sorgen und Wünsche anzunehmen. Deshalb bin ich sehr zufrieden wie es ist und möchte nichts verändern.

-Vorausschau auf 2020: Machen Sie’s noch einmal?

Eibl:Da ich im Kommunalwahljahr 66 Jahre alt werde, kommt für mich eine Kandidatur nicht mehr in Frage, denn mit „66 Jahren da fängt das Leben an“.  ar

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