Gemeinderat Steinkirchen

Geänderte Satzung: Abwasser kann teurer kommen

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Der Gemeinderat Steinkirchen hat seine Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung einstimmig geändert. Die alte Satzung war seit Januar 2015 gültig, die neue tritt im Januar 2018 in Kraft.

Steinkirchen – Nach der Anpassung an die Mustersatzung ergeben sich vor allem zwei Änderungen: Künftig verlangt die Gemeinde viermal und nicht mehr nur dreimal pro Jahr eine Vorauszahlung in Höhe eines Viertels des Jahresverbrauchs des Vorjahres. Zu den bisherigen Terminen 15. Mai/August/November kommt nun noch der 15. Februar hinzu. Und: Ausgebaute Dachgeschosse werden nicht mehr nur zu zwei Dritteln der darunter liegenden Geschossfläche angesetzt, sondern komplett berechnet.

Kurzum heißt das: Auf die Bürger kommen mehr Kosten zu. „Pro Quadratmeter wird’s nicht teurer“, erklärte Gemeinderat Heinz Nobis. „Aber jetzt wird halt die ganze Geschossfläche berechnet.“ Die Herstellungsbeiträge betragen in der Gemeinde pro Kubikmeter 17,96 Euro. Daran wird sich mit der neuen Satzung nichts ändern.

Bei der Berechnung der Kosten ist die Gemeinde auf die Ehrlichkeit der Bürger angewiesen. Im Holzlandblatt finden sich in regelmäßigen Abständen Hinweise an sie, ihre aktuellen Daten vorzulegen.

Kurz kam im Gremium die Diskussion auf, ob es nicht Sinn machen würde, Kontrollen in den Häusern durchzuführen, die beispielsweise nicht angegebene, aber gebührenpflichtige Dachgeschosse aufspüren könnten. Eine Mehrheit fand das aber nicht. Hier nachzuforschen, sagte beispielsweise Manfred Schwaiger, „wäre ein enormer bürokratischer Aufwand“. „Das wäre eine ungute Sache“, meinte auch Bürgermeisterin Ursula Eibl. „Ob da viel hängen bleiben würde, weiß ich nicht.“ Vor allem kam die Frage auf: „Wie willst du das machen, wenn dich der eine nicht reinlässt, der andere aber schon und nur der dann zahlen muss?“

Manche Bürger, sagte Eibl unserer Zeitung, würden gar nicht daran denken, bei der Gemeinde neue Daten anzugeben, die für sie mehr Kosten verursachen würden. „Es ist aber auch schon wer zu mir gekommen. Da muss ich sagen: Respekt“, meinte Eibl.

Die Berechnung der Herstellungsbeiträge für Wasser erfolgt in der Gemeinde bereits seit 2014 in der Weise, wie sie so nun auch für das Abwasser praktiziert wird.

Markus Schwarzkugler

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