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Treffsicher nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch an der Dartscheibe: FC Bayern-Star Leon Goretzka besuchte am Sonntag den FC Bayern-Fanclub Holzland in Niederstraubing. Seine Fans waren begeistert. Beim Pfeilewerfen assistierte Fanclub-Vorsitzender Jürgen Baumgartner (l.). 

Siebenjähriger schlägt Bayern-Star

Leon Goretzka besucht Holzland-Fanclub und zieht beim FCB-Quiz den Kürzeren

Am Sonntagmittag besuchte FC-Bayern-Profi Leon Goretzka den Holzland-Fanclub und gewann alle Wettkämpfe, außer das FCB-Quiz, da musste er sich Benedikt (7) geschlagen geben.

Niederstraubing Eine solche Weihnachtsfeier dürfte es gerne öfter geben, ginge es nach den 120 Mitgliedern des FC Bayern-Fanclubs Holzland. Kein Geringerer als Leon Goretzka war am Sonntagmittag im ganz in Rot getauchten Saal des Gasthauses Brenninger in Niederstraubing (Steinkirchen) zu Gast. Drei Mal hatte sich der Vorstand schon um einen Bayern-Star beworben. So auch heuer wieder am 1. November. Zwei Wochen später erhielt er den Zuschlag.

„Dann musste alles schnell gehen“, erklärte Vorsitzender Jürgen Baumgartner den gut 200 Anwesenden, denn jedes Mitglied durfte noch einen Freund mitbringen. Das Programm wurde im Team aufgestellt. Unterhaltsam und kurzweilig sollte es sein, um den kopfballstarken Nationalspieler, der aus Bochum stammt und viele Jahre beim VfL und später bei Schalke 04 gespielt hat, möglichst schnell aus der Reserve zu locken.

Leon Goretzka: Cool, offen, sympathisch

Der Mittelfeldspieler kam etwas verspätet. Derweil hatten sich die meisten in FCB-Trikots gekleideten Fans, darunter viele Kinder, schon beim Weißwurstfrühstück gestärkt. Das Duo „Odraht“ sorgte für Musik. Der Profi-Fußballer dankte für den warmen Empfang – trotz der Niederlage am Tag zuvor, bot gleich sein Du an und erwies sich als ein cooler, offener, sympathischer Typ mit besten Umgangsformen.

Nach der Vorstellung durch Moderator Sebastian Reiser ging es schon in die erste Fragerunde. Dabei erwies sich Goretzka als ebenso schlagfertig wie humorvoll. Er antwortete, dass er mit drei Jahren zum Fußball spielen begonnen habe, vor jedem Spiel und vor dem Umziehen noch auf den Platz gehe, dass er seit Jugendjahren das linke Hosenbein immer hochgekrempelt trage, mit Spielerkollegen gerne in München zum Kaffee trinken gehe, und dass er seit acht Jahren seine Urlaube mit Schulfreunden auf Ibiza verbringe, dort mit ihnen grille, poole und Fußball im Garten spiele.

Goretzka versteht bairisch, wenn er sich konzentriert

Bairisch verstehe er, wenn er sich konzentriere, antwortete er weiter, und dass es als Alternativberuf einiges gebe, was ihn interessiere. „Meine Freunde sagen, ich wäre ein guter Anwalt geworden, denn ich genieße es, recht zu behalten.“

Genervt sei der Bayern-Star, „wenn mich Leute respektlos behandeln und ungefragt Fotos von mir, meinen Freunden oder meiner Familie machen. Da werde ich schon mal schnell grantig.“

Lob für Interimstrainer Hansi Flick

Auch zur Taktik der Trainer Hansi Flick und Nico Kovac äußerte er sich. Aufstellungstechnisch habe sich einiges verändert. Flick habe Spieler gefunden, die das System gut verkörperten und finde auch in der Kabine die richtigen Worte. Unter Kovac seien alle ebenso „willig auf dem Platz gewesen“. Aber wenn man die Vorgabe erhalte, etwas abwartender zu spielen, verfalle man automatisch in eine gewisse Lethargie, erklärte der 24-Jährige.

Gutschein für Schafkopf-Kurs vom Nikolaus

Nein, Schafkopf spielen könne er nicht, obwohl er sich abgemüht habe, es zu lernen. Jetzt könnte es einen zweiten Versuch geben, denn der Nikolaus (Lorenz Oberndorfer jun.), der kam, um ein Gedicht vorzutragen und die Kinder zu beschenken, hatte für Goretzka einen Gutschein dabei – für einen Kurs beim Schafkopf-Papst, Sylvester „Fest“ Jell, Zweiter Vorsitzenden des Vereins.

Bei den anschließenden sportlichen Duellen im Tischtennis gegen Dieter Brenninger, beim Dart gegen Baumgartner und beim Tischkegeln gegen Hannes Brenninger (14) bewies der Bundesligaspieler Ehrgeiz und Können. Jedes Mal gewann er, nur beim FC-Bayern-Quiz gegen den erst siebenjährigen Benedikt Deistler musste er sich geschlagen geben – und verlor somit gegen das Fanclub-Team.

Goretzka über Holzland-Fanclub-Wünsche: Kriegen wir hin

Als Preis wünschten sich die Holzländer, dass er ihren Verein einmal im Fernsehen bei einem Interview nennt, und dass acht bis zehn von ihnen einmal ein Training besuchen dürfen. „Ich habe deutlich Schlimmeres erwartet“, grinste Goretzka und meinte nur: „Das kriegen wir hin.“

Dann stellte er sich noch den vielen Autogramm- und Fotowünschen, bevor es wieder nach München ging. Ein einmaliges Erlebnis für die Mitglieder des Fanclubs und eine gelungene Veranstaltung, die viel Lob erhielt.

Birgit Lang

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