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Drogen oder Gift? Zwei übereifrige Dorfpolizisten sind dem Verbrechen auf der Spur: Hildegard (Anna Schweiger) und Bertl (Christoph Angermeier) untersuchen die Ware. Xaver (r., Maxi Söhl) ist ebenfalls irritiert.

In Hofstarring unterhielt das Theater das Publikum mit Bauernschwank

Irre Brautschau

Es war eine Farce in Reinkultur: Mit dem Bauernschwank „Brautschau im Irrenhaus“ unterhielten die Darsteller des Theatervereins Hofstarring ihre Zuschauer im Saal des Gasthauses Groll bestens. 

Hofstarring – Mit Verkleidungen und Verwechslungen, sprachlichem Humor, sexuellen Anspielungen und Tempo, das immer schneller wurde, aber auch immer mehr an Absurdität und Unsinn gewann, gab es viel zu lachen.

Der Dreiakter von Manfred Bogner zählt bestimmt nicht zur Weltliteratur, aber es reicht für einen entspannenden Abend ohne intellektuellen Tiefgang. Der routiniert und pfiffig spielende Xare Reiser will als Huber-Bauer mit seinem Knecht Hans (Lenz Oberdorfer) seinen stinkfaulen, versoffenen Sohn Xaver unter die Haube bringen. „Du und arbeiten passt zam, wia Schweinsbraten und Vanillesoß’“, meint sogar Freund Josef (Alex Löffl), der für viel Situationskomik sorgt und fröhlich-frech spielt. Mit einer Anzeige gehen der Huber-Bauer und der Hans auf Brautschau.

Die Huber-Bäuerin (Petra Aigner), angestachelt durch Ratschkathl Betty (Roswitha Ertl), deutet die plötzlichen Aktivitäten, insbesondere die Zettelwirtschaft ihres Mannes, verkehrt. Sie glaubt ihren Gatten an Demenz und eine psychiatrische Einrichtung zu verlieren. Sohn Xaver (Maxi Söhl) ist ebenfalls irritiert, wittert beim Vater Untreue und meint, die Mutter will ihren Mann aus Eifersucht vergiften.

Dazwischen tauchen drei heiratswütige Frauen auf: die berechnend-resolute Elvira (Claudia Vielberger), die charmant-patente Lene (Bettina Deistler) und die nett-gamsige Christl (Gitte Jell). Auch zwei übereifrige Dorfpolizisten sind dem Verbrechen auf der Spur: Hildegard (Anna Schweiger) und Bertl (Christoph Angermeier). Während der Josef mal als strammer Bursch, mal als kesse Blondine Josefa seinem faulen Spezl beim Aufdecken der Missetaten vom Huber-Bauern und seiner Frau helfen muss.

Jede Menge Irrungen und Verwirrungen sind also programmiert. Und am Ende kommt doch alles ganz anderst. Dazwischen hat der Zuschauer fast drei Stunden gute Unterhaltung samt zwei Pausen mit Bewirtung durch die Gastfamilie Gröll.

Weitere Vorstellungen

sind am heutigen Freitag sowie am Sonntag, 14. April, um 19.30 Uhr. Karten gibt’s bei Reisers unter Tel. (0 80 84) 31 00 oder an der Abendkasse.

BIRGIT LANG

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