Haushalt Steinkirchen

Investitionen lassen Schuldenberg wachsen

Steinkirchen - Der Haushalt der Gemeinde Steinkirchen steht. Der Verwaltungshaushalt schließt mit einen Überschuss von 208 351 Euro ab.

Die Mindestzuführung wäre bei etwas über 88 000 Euro gelegen, so dass ein gesunder Etat mit einem Volumen von immerhin 1,970 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,910 Millionen Euro im Vermögenshaushalt vom Gemeinderat verabschiedet werden konnte. Allerdings wurde auch eine Kreditermächtigung in Höhe von 516 345 Euro ausgestellt. Diese wird voraussichtlich nötig, weil erhebliche Investitionen anstehen. 671 724 Euro werden allein für die Breitbanderschließung nötig. Das ist auch der größte Einzelposten im Vermögenshaushalt, der ansonsten noch eine größere Zahl von kleineren Maßnahmen enthält, die schon auf das Jahr 2017 hinweisen. Die Kreditermächtigung ist auch dafür zweckgebunden. So steigt die Gemeinde in die Planung der Verbesserung der Einzelhoferschließung ein, was allein 10 000 Euro ausmachen wird. Innerörtliche Gehwegsanierungen für 133 000 Euro stehen an und der zweitgrößte „Brocken“ ist die Niederstraubinger Straße, die mit 370 000 Euro zu Buche schlagen wird.

Der Bauhof braucht ein Fahrzeug, das mit 65 000 Euro kalkuliert ist, die Abschlusszahlung wegen der Kläranlage in Taufkirchen steht noch einmal mit 50 000 Euro an. Richtig teuer wird auch die Sanierung der Abwasserpumpen in Hofstarring: 45 000 Euro musste Kämmerer Karlheinz Miksch hier in den Haushaltsentwurf schreiben.

Dass die Gemeinde die beiden großen Projekte „Niederstraubinger Straße“ und „Breitbanderschließung“ in einem Jahr angeht, wird vom Gemeinderat als sinnvoll angesehen, weil es durch die parallele Ausführung Einsparpotenziale gibt. Insgesamt gibt die Gemeinde im Jahr 2016 für Tiefbaumaßnahmen volle 1,581 Millionen Euro aus. Dafür greift sie kräftig in die Rücklagen: 273 000 Euro werden daraus entnommen.

Aktuell ist die Gemeinde Steinkirchen mit 1,036 Millionen Euro verschuldet. Am Jahresende 2016 wird dieser Schuldenstand bei 1,464 Millionen Euro liegen, was 1217 Euro pro Einwohner bedeutet. Das heißt, dass die Belastung des Verwaltungshaushaltes aus Zins- und Tilgungszahlungen auf 122 370 Euro steigen wird. Das beunruhigt den Kämmerer:. „Ziel muss es sein, diesen Schuldenstand auch weiterhin schnellstmöglich zurück zu führen, um die Zins- und Tilgungsbelastung für die Folgejahre zu minimieren.“ Darum hält Miksch Sondertilgungen, soweit die Kreditverträge diese zulassen, für dringend geboten.

Klaus Kuhn

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