Informierten über die Pfarrgemeinderatswahl: (v.l.) Silvia Wallner-Moosreiner (Diözesanrat), Irmgard Schoder (Vorsitzende Dekanatsrat) und Barbara Ulber (Dekanatsrat Dorfen). 

Dekanatsrat Dorfen

Kandidatensuche für Pfarrgemeinderatswahl

Viele kirchliche Organisationen wie Landjugenden oder Frauengemeinschaften verlieren stark an Mitgliedern, lösen sich teilweise auf. Umso mehr Bedeutung kommt den Pfarrgemeinderäten im gesellschaftlichen Leben der Pfarreien zu.

Steinkirchen – Dessen wurden sich am Donnerstagabend die in Steinkirchen versammelten Ehrenamtlichen des Katholikenrates Dekanat Dorfen bewusst.

Anlass zu einer kritischen Selbstbetrachtung ist die im Februar 2018 stattfindende Pfarrgemeinderatswahl in allen sieben bayerischen Diözesen. Silvia Wallner-Moosreiner vom Diözesanamt forderte die circa 30 Vertreter auf, sich frühzeitig zu der bevorstehenden Abstimmung unter dem Motto „Du bist Christ – mach was draus“ Gedanken zu machen. Dazu gehöre, sich auf die Suche nach Kandidaten zu machen und diesen ein realistisches Bild von der Arbeit im Pfarrgemeinderat zu vermitteln. Diskutiert wurde dazu, dass man sich zwar gezielt auf die Suche nach benötigten Fähigkeiten und Talenten machen kann. Dennoch müsse man „die Neuen neu sein lassen“, „Kritik ist erwünscht“, ergänzte Wallner-Moosreiner.

Zu den organisatorischen Maßnahmen, die bald getroffen werden müssen, zählt die Gründung eines Wahlausschusses aus zwei Pfarrgemeinderäten und zwei Vertretern der Kirchenverwaltung. Deren Aufgabe ist auch die Bestimmung der Mitgliederzahl. Die Untergrenze ist vier Personen, in Pfarrgemeinden über 5000 Katholiken sechs. Hier ergriff Georg Rieß, Mitglied der Satzungskommision des Diözesanrates mahnend das Wort. „Die Arbeit ist mit nur vier Räten nicht machbar“, eine solche Unterbesetzung könne zum „Tod des Pfarrgemeinderats“ führen.

Für Klärungsbedarf sorgte die Bekanntgabe, dass die Wahl 2018 als allgemeine Briefwahl durchgeführt wird. Sofort kam der Einwand, dass dies zu einem massiven Rückgang der Wahlbeteiligung führen werde. Wallner-Moosreiner konnte mit Verweis auf vereinzelte Briefwahlen 2014 erwidern, dass sich dort die Beteiligung zum Teil verdoppelt habe.

Die befürchteten Kosten ließen sich durch den Einsatz der Pfarrgemeinderatsmitglieder, die die Wahlunterlagen eigenhändig verteilen können, umgehen, berichtete Dekan Josef Kriechbaumer. Außerdem stellte sich auf Nachfrage heraus, dass die Stimmzettel auch in einem Wahllokal abgegeben werden können. Dekanatsratsvorsitzende Irmgard Schoder beendete die Versammlung, indem sie die Pfarrgemeinderäte dazu aufrief, die verbleibende Zeit zu nutzen, um zu ergründen, ob man noch genügend Kraft habe, das Amt ausfüllen zu können.  fh

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