VG Steinkirchen

Mitgliedsgemeinden müssen weniger abführen

Steinkirchen – Die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen hat die Umlage der Mitgliedsgemeinden pro Einwohner in diesem Jahr von der Rekordmarke von 172 Euro im Jahr 2015 auf 152 Euro für 2016 senken können.

Dennoch wird der Haushalt mit einer ordentlichen Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt abschließen. Der Zwischenbericht über die finanzielle Situation von Kämmerer Karlheinz Miksch bei der Gemeinschaftsversammlung wies aus, dass diese Zuführung statt der veranschlagten 26 361 Euro wohl bei mindestens 50 5000 Euro liegen wird. Die Schulden aus dem Rathausneubau konnten auf aktuell 807 655 Euro zurück geführt werden. Miksch schloss nicht aus, dass auch noch Sondertilgungen geleistet werden können, um den Neubau noch schneller abzufinanzieren. Ergänzend zur Sitzungsvorlage teilte er auf Nachfrage unserer Zeit mit, dass die 100 000 Euro, die die Verwaltungsgemeinschaft getilgt habe, keine ordentliche Tilgung im Sinne der kommunalen Haushaltsführung sei, sondern eine Rückzahlung in einen Geschäftsbesorgungsvertrag, für die es keine vertraglichen Verpflichtungen gebe. Darum gebe es auch nicht, wie in kommunalen Haushalten sonst üblich, eine Mindestzuführung. Überdies machte er deutlich, dass es keine Entwicklung gebe, die eine erneute massive Anhebung der Umlage erforderlich machen könne.

Das sind die Nachrichten, die die Gemeinderäte der Mitgliedsgemeinden gern hören, zumal es nach dem Bericht des Kämmerers in der VG-Versammlung „keine Ausreißer“ gab. Miksch sprach von einem „ganz normalen Verlauf“. Dazu kommt, dass die VG trotz der massiven Tilgung noch eine Rücklage von fast 180 000 Euro hat, was auch weiter hilft, die Umlage nicht weiter steigen zu lassen. Die Verbandsversammlung hat für 2015 ein geradezu traumhaftes Ergebnis festgestellt: Der Überschuss des Verwaltungshaushalts schoss um 163 809 Euro nach oben und lag damit bei weit über dem Doppelten dessen, was geplant war. In beiden Jahren war auch die Kassenkreditermächtigung bisher nicht in Anspruch genommen worden, und Miksch rechnet auch nicht damit, dass das heuer noch geschieht.  klk

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