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In Gottes Hand: Drei junge Männer, darunter Thomas Attensberger (oben), sind in Eichstätt zum Priester gewählt worden.

Priesterweihe Thomas Attensberger

Niederstraubings neuer Seelsorger

Ein aufregendes Wochenende für Thomas Attensberger. Der Niederstraubinger ist am Samstag in Eichstätt zum Priester geweiht worden. Am Sonntag war dann die feierliche Primiz in seiner Heimatgemeinde.

Eichstätt/NiederstraubingHolzlandpfarrer Jacek Jamiolkowski war mit einer Abordnung aus dem Pfarrverband Holzland im Bus angereist, um am Festgottesdienst teilzunehmen. So waren viele Gläubige aus der Heimat dabei, als Thomas Attensberger vom Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke im Dom zu Eichstätt zusammen mit zwei Mitbrüdern zum Priester geweiht wurde. Die Priesterweihe im Bistum Eichstätt findet traditionell am Samstag vor dem vierten Sonntag der Osterzeit, dem Weltgebetstag für geistliche Berufe, dem so genannten Gute-Hirten-Sonntag, statt.

Nach der Predigt, zum Beginn der Weihe, legte Bischof Hanke den drei Weihekandidaten die Hand auf. So empfingen diese den Heiligen Geist, der sie zum priesterlichen Dienst befähigen und ermächtigen soll. Nach dem Weihegebet legten auch die zahlreich anwesenden Priester der Reihe nach den Dreien die Hände auf.

Es folgte die Allerheiligenlitanei von der versammelten Gemeinde für die Weihekandidaten. Diese mussten sich dabei längs ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden vor den Altar legen, als Symbol, dass sie sich ganz in die Hand Gottes begeben.

Zum Zeichen ihrer priesterlichen Vollmacht wurde dann Attensberger von Pfarrer Jamiolkowski als Heimatpfarrer die priesterlichen Gewänder, Stola und Messgewand, angelegt.

Vor dem Bischof knieend wurden ihnen anschließend die Hände mit heiligem Öl, dem Chrisamöl, gesalbt und das Gehorsamsversprechen abgenommen, ehe ihm Bischof Hanke, wie auch seinen zwei Kollegen, symbolisch die liturgischen Gefäße der Hostienschale und den Kelch, als „Ausrüstung“ für ihren Dienst am Altar, überreichte.

Bei der anschließenden Eucharistiefeier durften die Neuen neben dem Bischof zum ersten Mal konzelebrieren. Zum Schluss des beeindruckenden Festgottesdienstes wurde von den drei Neupriestern noch der allgemeine Primizsegen für die Gläubigen gesprochen.

Am Abend erwartete die Heimatgemeinde den Neupriester Attensberger, der zusammen mit seinem Mitbruder Kaplan Florian Leppert von Johannes Floßmann und Toni Picker mit der Kutsche von der Pfarrkirche Schröding nach Niederstraubing gebracht wurde. Dort wurden sie von Bürgermeisterin Ursula Eibl und Holzlandpfarrer Jamiolkowski zusammen mit Nachbarn, Freunden und Bekannten gebührend empfangen, musikalisch umrahmt von der Holzlandblaskapelle. Mit drei Salutschüssen begrüßten die Böllerschützen den Niederstraubinger. Beim Stehempfang, bei dem die Schrödinger Firmlinge tatkräftig bei der Bewirtung mithalfen, war ausführlich Gelegenheit, um dem Neupriester alles Gute zu wünschen und zu einem gemütlichen Ratsch.

In einem Kirchenzug mit Ministranten, Geistlichkeit, Fahnenabordnungen der Vereine und Gästen, begleitet von der Holzlandblaskapelle wurde der Primiziant dann am Sonntag von daheim abgeholt und zur Festwiese nach Oberstraubing begleitet.

Nachdem es beim Einzug noch nieselte, hatte Petrus doch ein Einsehen. Es war zwar kalt, aber trocken. Attensberger hielt zum ersten Mal als Hauptzelebrant eine Heilige Messe. An seiner Seite Holzlandpfarrer Jamiolkowski und Pfarrer Stefan Wingen, sein Praktikumspfarrer aus der Pfarreiengemeinschaft Burgoberbach. Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Projektchor Primiz unter Leitung von Maria Götz und Hubert Oberwallner gestaltet.

Monika Kronseder

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