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Gut behütet: Nach dem Sketch präsentierten sich (v. l.) Marianne Graf, Daniela Lämmermeier (beide Beisitzerinnen), Gitti Groll (2. Vorsitzende), Marlene Reiser (Vorsitzende), Josefine Herweger (2. Kassier), Ursula Eibl (Kassier), Birgit Lanzinger (Beisitzerin), Else Pell (Schriftführerin), Bärbel Sauter und Stephanie Maier (beide Beisitzerinnen).

30 Jahre Frauengemeinschaft Steinkirchen

Pfarrer Reindl legte den Grundstein

Steinkirchen – 30 Jahre alte geworden ist die Frauengemeinschaft Steinkirchen. Die Verantwortlichen blickten auf drei ereignisreiche Jahrzehnte zurück.

Mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes in Steinkirchen begannen die Frauen mit den Feierlichkeiten zu ihrem 30-jährigen Bestehen. Pfarrer Jacek Jamiolkowski freute sich über die vielen Aktivitäten der Frauengemeinschaft (FG) in der Pfarrei und auch im Pfarrverband. Er sei dankbar über die Initiative von Pfarrer Josef Reindl, der damals die Frauen im Holzland ermunterte, sich zu organisieren. Und er habe sie dabei unterstützt, in den fünf Pfarreien Frauengemeinschaften zu gründen.

„Wenn’s die Frauengemeinschaft ned gebn tät, müsst ma’s erfinden“ brachte Bürgermeisterin und Vorstandsmitglied Ursula Eibl die Sache bei der anschließenden Feier im Pfarrsaal auf den Punkt. Vorsitzende Marlene Reiser blickte auf ereignisreiche Jahre zurück. 1986, nach zähem Ringen um einen neuen Vorstand, konnte Pfarrer Reindl Maria Graf aus Hofstarring als Vorsitzende gewinnen. Reiser bedankte sich bei ihr mit einem Geschenk dafür, dass sie geholfen habe, den „Stein Frauengemeinschaft“ ins Rollen gebracht zu haben“. Graf übernahm den Vorsitz bis 1989 und blieb dann dem Vorstand bis 2003 als Schriftführer erhalten.

Der geistliche Beirat aller FG im Holzland, Pastoralreferent Toni Emehrer, freute sich auf die Herausforderung, die ihm zu Beginn seiner Dienstzeit im Pfarrverband Holzland anvertraut worden war. Er habe bald gemerkt, dass jede FG für sich sehr lebendig sei. Er stellte die Frage, was das wohl vor 30 Jahren für eine Zeit gewesen sei? Wahrscheinlich sei die Frage nach Emanzipation, die damals sehr aktuell war, im Holzland für die Gründung der FG nicht sehr ausschlaggebend gewesen, eher die Gelegenheit für die Frauen, Gemeinschaft zu erleben. Sie konnten ihre Arbeitskraft und Ideen einbringen, damit Leben in der Pfarrei entstehen könne. Noch ein Grund war wohl, Orte und Gelegenheiten zu schaffen, wo Frauen unter sich sein können, ohne Männer, die immer mitreden wollen. So war mehr Kreativität und Individualität möglich, erläuterte Emehrer, was nicht nur bisher, sondern auch zukünftig wichtig sei.

Zum Abschluss des offiziellen Teils spielte Reiser mit einem Teil ihrer Vorstandsdamen noch einen humorvollen, informativen Sketch, in dem sich die Tratschweiber über den Gartenzaun über die vielen Aktivitäten der FG unterhielten.

Wichtig sei dem Verein die Pflege der Geselligkeit und der Gemeinschaft in der Pfarrei, ob bei einem gemütlichen Nachmittag mit lustigen Geschichten und einem gemütlichen Ratsch, oder beim Morgenlob mit der Gelegenheit, im Alltag etwas zur Ruhe zu kommen. Es sei für Jung und Alt etwas dabei.

Aktuell hat die FG 85 Mitglieder im Alter von 30 bis 96 Jahren. Wunsch des Vorstands ist es, das 100. Mitglied zu gewinnen.

mokro

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