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Bei der Erneuerung der Tauferinnerung verteilte Primiziant Thomas Attensberger kräftig Weihwasser unter die Gläubigen. 

Primiz in Niederstraubing

„Priester sollen Menschen mit Gott verbinden“

Seit Monaten hat sich das Dorf Niederstraubing und der Pfarrverband Holzland auf dieses kirchliche Großereignis vorbereitet: Am Sonntag feierte der Niederstraubinger Thomas Attensberger in seiner Heimatgemeinde Primiz.

Niederstraubing – Zwei Bibelstellen hatte sich der Neupriester als Primizspruch auserkoren: „Suchet, was droben ist“ (Kol 3,1) und „Was er auch sagt, das tut“ (Joh 2,5). Diese wurden in Primizbögen vor dem Elternhaus und auf der Festwiese, sowie auf einem wunderschönen Blumenteppich am Kriegerdenkmal verewigt. Auch sonst hatte sich Niederstraubing kräftig herausgeputzt, die Häuser waren geschmückt. Ein imponierender Kirchenzug mit zwölf Fahnenabordnungen der Ortsvereine, der Holzland Blaskapelle, Vertretern der politischen Gemeinde, Ministranten, Kommunionkindern, Geistlichkeit, den Böllerschützen und Gästen machte sich von der Kirche aus auf den Weg, um den Primizianten mit seiner Familie von zu Hause abzuholen und weiter zur Festwiese für den Gottesdienst nach Oberstraubing zu begleiten. Primizlader Xaver Reiser begrüßte den Primizianten und war stets zur Stelle, wenn es wo hakte oder wenn etwas anzusagen war.

Die Regenschirme konnten bald nach Beginn des Festgottesdienstes weggesteckt werden. Der Projektchor unter Leitung von Hubert Oberwallner und Maria Götz, der verstärkt durch Bläser der Holzland Blaskapelle, extra zur Primiz zusammengestellt worden war, gab mit einer überzeugenden Aufführung der lateinischen Messe „Missa Dominicalis“ für Sänger und Bläser dem Primizgottesdienst einen würdevollen musikalischen Rahmen. Attensberger feierte mit der Primiz seinen ersten Gottesdienst, dem er als Priester vorstand. An seiner Seite zelebrierten sein Heimatpfarrer Jacek Jamiolkowski und sein Praktikumspfarrer aus der Pfarreiengemeinschaft Burgoberbach, Stefan Wingen. Etwa 50 Ministranten aus dem ganzen Pfarrverband hatten ihren Einsatz bei dieser kirchlichen Großveranstaltung. Ihnen stets unterstützend zur Seite standen Pastoralreferent Toni Emehrer und Mesnerin Monika Brunner.

Primiz in Niederstraubing: Bilder

Nach der offiziellen Begrüßung durch Holzlandpfarrer Jacek Jamiolkowski und der liturgischen Eröffnung durch den Primizianten, verteilte Attensberger beim Asperges, der Tauferinnerung, kräftig Weihwasser in die Runde. In seiner Predigt versuchte Kaplan Florian Leppert, ein Freund und Mitbruder aus dem Bistum Eichstätt, gemeinsam mit den Gläubigen zu überlegen, was „Priester“ und „geweiht“ im katholischen Glauben eigentlich bedeute. „Der Priester soll Christus sichtbar machen in der Welt. Dazu wird er in der Weihe eng mit Christus verbunden, ihm gleichsam verähnlicht. Er soll seine Charismen, Talente und in der Weihe empfangene Gnade dazu gebrauchen, um die Menschen mit Gott zu verbinden.“

Nach der Eucharistiefeier segnete der Primiziant noch die bereitgelegten Primizbänder, verteilte sie an die Fahnenabordnungen und erteilte den allgemeinen Primizsegen. Der Auszug Richtung Festzelt wurde begleitet von einer Salve der Böllerschützen. Nach altem Brauch werden Geistliche zu besonderen Anlässen, wie bei einer Primiz, durch 33 Böllerschüsse geehrt. Die Zahl 33 steht für die 33 Lebensjahre Jesu.
Monika Kronseder

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