Roter Feuerstuhl: Stolz auf das neue Einsatzfahrzeug sind (v. l.) Kommandant Stefan Huber, Jugend- und Feuerwehrpfarrer Richard Greul und 2. Kommandant Thomas Lechner. Foto: Kronseder

Feuerwehr Steinkirchen

Mit dem roten Feuerstuhl zum Einsatz

Steinkirchen – Die Feuerwehr Steinkirchen ist die einzige Wehr im Landkreis, die ein Motorrad als Einsatzfahrzeug hat. Jetzt wurde die BMW geweiht.

Das Einsatzmotorrad segnete „der vereinseigene Feuerwehrpfarrer Richard Greul“, wie Bürgermeisterin Ursula Eibl ihn begrüßte.

Ein Haufen Eigenleistung steckt schon drinnen, seit das Motorrad, eine BMW R 850 R (Baujahr 1997) Ende Juni 2015 von der Münchener Polizei günstig erworben werden konnte. Es musste zerlegt, dann in feuerwehrrot umlackiert werden, Digitalfunk mit Helmset wurde nachgerüstet und das Fahrzeug mit Feuerlöscher, Winkerkelle, Warndreieck und vier 4 Blitzleuchten ausgestattet. Bürgermeisterin Eibl freut sich über das Engagement der Steinkirchener Feuerwehr, die ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinde das Einsatzmotorrad erworben hat. Ein Fahrzeug, dass keine andere Feuerwehr im Landkreis vorweisen kann. Eibl erläuterte, dass man damit bei der Absicherung von Unfallstellen und öffentlichen Veranstaltungen viel flexibler sei. Sie wünschte der Feuerwehrmannschaft unfallfreies Fahren mit dem Motorrad, viel Nervenstärke, Mut und Kraft bei den Einsätzen und weiterhin viel Zusammenhalt im Team.

Jugendpfarrer Greul wies in seiner Predigt darauf hin, dass die Feuerwehr fast das ungeteilte Vertrauen der Bevölkerung habe, aber in der Öffentlichkeit der Medien nur ein Schattendasein führe. Er forderte dazu auf, darüber nachzudenken, „was wir an einer Freiwilligen Feuerwehr haben“. Der Einsatz der Feuerwehr, der Einsatz am Nächsten, werde mehr oder weniger als selbstverständlich hingenommen, und man denke nicht darüber nach, was für ein Aufwand dahinter stecke. Er dankte für die vielfältigen Einsätze und bat Gott, seine schützenden Hände über die Kameraden von Feuerwehr und Rettungsdiensten zu halten, damit sie immer gesund an Leib und Seele von ihren Einsätzen zurückkommen. Musikalisch schwungvoll umrahmt wurde der Gottesdienst vom Jungen Chor Hohenpolding.

Nachdem Gottesdienst wurde gefeiert, es wurde unter anderem Spanferkel vom Grill aufgetischt. Die Kinder konnten sich mit Hüpfburg, einem Hydrantensuchspiel und Kinderschminken beschäftigen. Jung und alt erfreuten sich über Rundfahrten mit dem Löschfahrzeug oder über die Drehleiter des Taufkirchener Feuerwehrfahrzeuges, von der man einen hervorragenden Ausblick auf das Fest hatte. Im Angebot waren auch noch eine Feuerlöscherprüfung, Vorführungen zur Unfallrettung unter Einsatz des Rettungsspreizers und das Verhalten bei einem Fettbrand.  mokro

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