Wasserzweckverband Holzland

Der Schuldenberg wird abgetragen

Steinkirchen – Die Erhöhung der Wassergebühren von 99 Cent auf 1,15 Euro zum Jahresbeginn war bitter nötig. Die Jahresrechnung 2015 des Wasserzweckverbandes Holzland, dem die Gemeinden Steinkirchen, Kirchberg und Hohenpolding angehören, bestätigt das aus Sicht der Verwaltung.

Mit 109 770 Euro hat die Mindest-Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt nicht erreicht werden können. 121 640 Euro hätte sie betragen müssen. So hoch war nämlich die ordentliche Tilgung auf laufende Kredite, die zum Jahresende auf 658 536 Euro habe abgebaut werden können. Im Vermögenshaushalt hat es ein paar Einsparungen gegeben, so dass statt 237 Euro volle 197 146 Euro der allgemeinen Rücklage haben zugeführt werden können. Das liegt nach dem Bericht von Kämmerer Karlheinz Miksch in erster Linie daran, dass einige Investitionen nicht haben durchgeführt werden müssen. Nicht in Anspruch genommen hat der Verband die Kassenkreditermächtigung, was Zinsausgaben spart. In der gleichen Sitzung wurde bekannt, dass das auch heuer der Fall sein wird.

Der Verband kann auf einen Kontostand zurück greifen, der aktuell bei 218 000 Euro liegt. Das ist Geld, das für Ausgaben, die im Haushalt verankert sind, kurzfristig mobilisiert werden kann. Der Wasserverbrauch steigt langsam, aber stetig an und riss 2015 erstmals die Marke von einer Viertelmillion Kubikmetern. „Man kann nie punktgenau planen“, bat Miksch um Verständnis. Für die Mitglieder der Verbandsversammlung war das kein Thema. Die von Heribert Niedermaier (Hohenpolding) und Ursula Eibl (Steinkirchen) durchgeführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandungen.

Was die Planungen für das laufende Jahr angeht, ist der Verband in allen Bereichen im Soll: Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wird nach Darstellung des Kämmerers die geplante Summe von 25 554 Euro erreichen. Das wird auch notwendig sein, denn gleichzeitig ist geplant, die Tilgungsleistung für laufende Kredite auf fast 150 000 Euro zu steigern. Wenn keine größeren Investitionen anstehen, kann der Zweckverband nach Einschätzung der Verwaltung in drei bis vier Jahren schuldenfrei sein. Vorsitzender Hans Grandinger (Kirchberg) kommentierte das Zahlenwerk: „So, wie es aussieht, wird es keine Überraschungen geben.“  klk

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