Gemeinderat Steinkirchen

Schuldenberg wird größer

Recht zufrieden war Kämmerer Karlheinz Miksch mit den Zahlen, die er dem Steinkirchener Gemeinderat präsentierte - auch wenn die Schulden größer werden. Im Fokus stand die Jahresrechnung 2015.

Steinkirchen – Gut 240 000 Euro konnten vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt übertragen werden. Damit wurde der Ansatz um über 110 000 Euro übertroffen. Ende vergangenen Jahres verfügte die Gemeinde Steinkirchen noch über gut 60 000 Euro Rücklagen. Übertroffen wurden auch die Ansätze bei der Gewerbesteuer (470 000 Euro) und der Einkommensteuerbeteiligung (690 000 Euro).

Der Schuldenstand betrug Ende vergangenen Jahres etwas mehr als eine Million Euro. Das sind 864 Euro pro Einwohner. Knapp 130 000 Euro konnten im Jahresverlauf getilgt werden.

„Alles korrekt“, lautete das Fazit von Rechnungsprüfer Walter Heilmaier nach eineinhalbstündiger Einsicht in das Zahlenwerk. Seinem Kollegen Manfred Schwaiger war allerdings aufgefallen, dass die Kirche die Pacht für eine Fläche am Sportplatz um acht Prozent erhöht hatte. Da hätte die Kirche schon etwas humaner vorgehen können, befand Heilmaier. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte die Entlastung der Jahresrechnung.

Kredite habe die Gemeinde nicht in Anspruch nehmen müssen, teilte Miksch den Gemeinderäten mit. Im laufenden Jahr wird das allerdings der Fall sein. Dafür gibt es zwei hauptsächlich zwei Gründe: die Arbeiten an der Niederstraubinger Straße in Steinkirchen und der Breitbandausbau im Gemeindegebiet. Miksch rechnete vor, dass der Schuldenstand gegen Ende des Jahres auf knapp 1,5 Millionen Euro (rund 1200 Euro pro Einwohner) anwachsen könnte. „Das war klar, dass wir das heuer brauchen werden“, sagte Miksch, der dennoch von einer „positiven Tendenz“ sprach. „In der Erfüllung der Haushaltsansätze befinden wir uns insgesamt gemäß dem Jahresfortschritt im Einklang mit den Planungen“, erläuterte der Kämmerer.

Bei der Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt werde man den Ansatz von knapp 210 000 Euro „wohl leicht erreichen“. Das aktuelle Zwischenergebnis in Sachen Gewerbesteuer liege bei 450 000 Euro. Das seien zwar noch 20 000 Euro unter dem Ansatz. „Aber wir haben ja noch Zeit“, meinte Miksch. Die Endwerte würden sich meist erst Ende Juni ergeben.

Bei der Einkommensteuerbeteiligung sehe es nach der Hochrechnung, die auf dem ersten Quartal 2016 basiert, wohl auch danach aus, dass der Ansatz von 700 000 Euro übertroffen werde. Zumal die Raten laut Miksch in den folgenden drei Quartalen erfahrungsgemäß noch steigen werden.

Markus Schwarzkugler

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