Informierten zum schnellen Internet: Georg Selbertinger (r.) und Erhard Finger von der Telekom. Foto: Kuhn

Schnelles Internet im Holzland

Im September ist die Datenautobahn fertig

Die Datenautobahn wird im Holzland gebaut, aber einfahren und Gas geben, das müssen die Nutzer selbst. Das ist die zentrale Botschaft, die Erhard Finger und Georg Selbertinger von der Telekom für die Steinkirchener bei der Bürgerversammlung hatten.

Steinkirchen – Im September dieses Jahres ist die Inbetriebnahme geplant, Zeit also, nach Auffassung der beiden Fachleute, sich mit dem Thema zu befassen, denn es werde sich einiges ändern. So sei die Umstellung auf das sogenannte IP-Netz geplant. Das könne durchaus auch dazu führen, dass die alten Anschlüsse seitens der Telekom gekündigt würden. Wer eine solche Mitteilung erhalte, sollte reagieren, das reiche ein Anruf mit dem Hinweis, dass derzeit umgestellt werde. Wichtig sei, dass die Kunden nicht zu früh von sich aus tätig würden, denn erste mit „Scharfschaltung“ der neuen Technik werde diese neue Möglichkeit auch bei den Kundencentern sichtbar. Vorher bekämen die Kunden die Auskunft, dass eine Umstellung auf schnelleres Internet nicht gehe.

Weiter sollten sich alle Kunden ihre Geräte zuhause anschauen. „Einfach mit dem Handy ein Foto machen und damit zu einem Fachberater des Vertrauens gehen.“ Sehr oft sei es nämlich so, dass die alte Geräteausstattung mit der dann bereit stehenden Bandbreite nicht klar komme. Und dann gebe es garantiert vermeidbare Beschwerden. Die nächste wichtige Information: Kunden seien nicht an die Telekom gebunden. Diese sei nämlich als „Infrastrukturdienstleister“ verpflichtet, einen sogenannten „diskriminierungsfreien Zugang“ zu gewährleisten. Allerdings müssten sich andere Anbieter dann in das von der Telekom erstellte Netz einkaufen.

Bekanntlich hatte die Telekom den Ausbau als einzige angeboten. Den Nutzern empfahlen die zwei Telekom-Vertreter, sich den zukünftigen Bedarf an Telekommunikations-Dienstleistungen im Haushalt recht großzügig vorzustellen. Sie rechneten flugs vor: Bis zu sieben internetfähige Geräte in einem Vier-Personen-Haushalt, das sei heute überhaupt keine Seltenheit. Wenn dann nach Feierabend einer einen Film streamen wolle, der zweite Musik herunter laden, der dritte Mails schreiben und der vierte Bank-Geschäfte erledigen wolle, dann würden beispielsweise 16 Megabit pro Sekunde schnell „sehr schmalbandig“, so Finger. Er ist überzeugt, dass der Bedarf an Netz-Dienstleistungen in der Zukunft noch weiter anwachsen werde. Die Telekom sei gerüstet, deuteten die beiden an, auch wenn sie zugeben mussten, dass es immer Bereiche geben werde, wo die Versorgung vielleicht nicht optimal sei.

Genau ein solcher Bereich ist ausgerechnet das Haus von Walter Heilmeier. Der Gemeinderat wollte gern wissen, ob da nicht noch mehr drin sei. Aber so ein leistungsfähiger Verteilerschrank schlägt mit 30 000 bis 50 000 Euro zu Buche. „So viele Gebühren können wir ihnen nicht abnehmen“, bat Finger um Verständnis.

Klaus Kuhn

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