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Der Vorstand (v. l.): Georg Schatz, Hans Löffl, Simon Irl, Gertraud Löffl, Hans Wittmann, Uschi Eibl, Hans Ertl, Theresia Löffl, Hans Voichtleitner und Hans Hartl. (Klicken Sie auf das Zoom-Symbol, um das ganze Foto zu sehen.)

„Wir lassen uns nicht abstempeln“

Holzlandböllerschützen: Stolz auf den lauten Knall

Die Holzlandböllerschützen gibt es schon seit 30 Jahren. Der Verein ist mit 24 Veranstaltungen sehr aktiv, was auch Bürgermeisterin Eibl freut.

Steinkirchen – Es war ein sehr aktives Jahr für die Holzlandböllerschützen. Sie feierten ihr 30-jähriges Bestehen und absolvierten insgesamt 24 Veranstaltungen. Bei 16 davon wurde auch geböllert. Die durchschnittliche Beteiligung lag bei 18 Leuten, lobte Schussmeister Hans Ertl bei der Generalversammlung im Gasthaus Bruckmaier. „Respekt. Das ist Rekord. Wenn das so weitergeht, ist man gerne Chef.“

44 Mitglieder, davon 30 Aktive mit Lizenz, zählt die Abteilung der Stephanstaler Schützen. Ertl freute sich, dass das Neujahrsanschießen in Steinkirchen erstmals ohne Fehlschuss vonstatten ging und auch beim Anschießen des Holzlandvolksfestes kein Versager zu vermelden war. Viel und teilweise weit, bis nach St. Veit in Osttirol zum Bataillonsschützenfest waren die Böllerschützen unterwegs. Bei Geburtstagen, Hochzeit und Beerdigungen von Mitgliedern waren sie ebenfalls vertreten.

Drei Mal für den Kulturpreis vorgeschlagen

Kassier Erwin Wittmann zog eine positive Bilanz und sagte zu Bürgermeisterin Ursula Eibl: „Du hast uns noch nicht durchgebracht für den Kulturpreis des Landkreises.“ Diese betonte, dass sie den Verein schon drei Mal vorgeschlagen habe. Böllerschützen in der Gemeinde zu haben sei etwas Besonderes, vor allem, wenn sie so aktiv seien und eine so schöne Tracht hätten. Gauschützenmeister Georg Schatz erwähnte, dass Sportschützen, Jäger und Brauchtumsschützen wegen des Waffenbesitzes immer wieder angegangen würden. „Wir lassen uns nicht als Terroristen abstempeln. Gut, dass die Staatsregierung hinter uns steht“, meinte er.

Einen kurzen Report legte Simon Irl, Schützenmeister des Hauptvereins mit seinen 199 Mitgliedern, ab. Der Vereinsbeitrag wurde um 5 auf 25 Euro erhöht, bei den 41. Holzlandgemeindemeisterschaften habe alles gut geklappt. Das zweitägige Dorffest sei ein Highlight gewesen. Dann ehrte er Schussmeister Ertl für 30-jährige Vereinszugehörigkeit sowie Kassier Erwin Wittmann und Johann Lechner für 40-jährige Treue.

Altersdurchschnitt knapp unter 60

Bei den Wahlen blieb alles beim Alten. Ertl wurde einstimmig als Schussmeister bestätigt, Hans Hartl als sein Stellvertreter, Wittmann als Kassier, Gertraud Löffl als Schriftführerin und ihre Tochter Theresia als Chronistin. Kassenprüfer bleiben Hans Löffl und Hans Voichtleitner. Wahlleiterin Uschi Eibl wünschte ihnen allen ein „glückliches Händchen“. Ertl kündigte an, dass er in den nächsten zwei Jahren die Jüngeren verstärkt einbinden wolle. Denn der Altersdurchschnitt liege knapp unter 60.

Auch für die Tracht wurde einiges investiert: Neue Blusen für die Damen gekauft und 21 Meter Tuchstoff, von dem sieben Meter für Mäntel verbraucht wurden, die Mitglied Marianne Maier genäht habe. „Wir hätten noch Reserve, wenn Neue dazukommen.“ Auch ein Hut und ein Reserveböller seien vorhanden. Ein paar Stiefel und die Hirschlederne Hose koste jeweils an die 700 Euro. 

Birgit Lang

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