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Neuer VG-Vorsitzender ist Dieter Neumaier (l.), sein Stellvertreter Alfons Beilhack (r.). 

Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen

Kirchberg behält den VG-Vorsitz

Die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen hat einen neuen Vorsitzenden. Nachfolger von Hans Grandinger ist sein Nachfolger als Bürgermeister in Kirchberg, Dieter Neumaier.

Von Fabian Holzer

Steinkirchen – Zwei Bürgermeister aus den vier Holzlandgemeinden standen zur Wahl für den Vorsitz der Verwaltungsgemeinschaft. Mit einer Mehrheit von acht Stimmen gaben die zwölf stimmberechtigten Gemeindevertreter Dieter Neumaier (Kirchberg) den Vorzug vor Alfons Beilhack (Hohenpolding). Eröffnet wurde die Gemeinschaftsversammlung noch von Hans Grandinger, der die vergangenen zwölf Jahre dem Gemeindeverbund vorstand.

Dem Urnengang im Pfarrsaal Steinkirchen gingen die Bewerbungsreden beider Kandidaten voraus. Beilhack (52) verwies dabei darauf, dass er seinen bisherigen Beruf als Maschinenbauer mit seinem Antritt als erster Bürgermeister von Hohenpolding im Mai aufgegeben hat: „Das ist auch der Grund, warum ich hier kandidiere“ und erläuterte: „Ich bin der Meinung, man braucht Zeit, sollte für die Leute da sein und ihnen zuhören können. Für das angestrebte Amt wäre er nicht Hohenpoldinger, sondern Vorsitzender der Gemeinschaft der vier Gemeinden. Sein Einsatz komme „mit ganzem Herzblut“, wie er ihn sich schon seit einigen Jahren als Mesner und als Pfarrgemeinderatsvorsitzender zeige.

Als Betriebsleiter an der Hochschule Weihenstephan, nach der Bürgermeisterwahl nicht mehr in Vollzeit, hob Dieter Neumaier (48) seine berufliche Eignung hervor: „Den Umgang mit Leuten hatte ich bisher täglich, Mitarbeitergespräche, Einstellungsgespräche und auch Konfliktgespräche.“ Als VG-Vorsitzender stünde er unter anderem acht Bauhofmitarbeitern und 14 Verwaltungsangestellten vor, spannte er den Bogen. Hinzu kommen 18 Jahre Erfahrung als Gemeinderat. Prioritäten würde er bei der Zusammenarbeit mit VG-Geschäftsleiter Miksch und seinen Bürgermeisterkollegen, aber ebenso mit den Mitarbeitern setzen, so Neumaier bei seiner Ansprache. „Vertrauenskultur, Wertschätzung und Kommunikation“ nannte er als Schlagworte, die seine Arbeit bestimmen würden.

Das erste Wort, nach der gewonnenen Wahl richtete Neumaier an Beilhack: „Das nach der Entscheidung nichts zwischen dir und mir steht, war uns beiden ein großes Anliegen. Und so wie ich uns einschätze, wird das so sein.“ Zur Harmonie wird sicherlich der Ausgang der Wahl zum Stellvertreter des Vorsitzenden beitragen. Beilhack wurde als einziger nominiert und bekam alle zwölf Stimmen.

Zielsetzungen Neumaiers für die nun beginnende Amtszeit seien mehr Digitalisierung in der Verwaltung umzusetzen, den Rufen nach einer stärkeren Besetzung Aufmerksamkeit zu schenken und dabei nach Möglichkeit einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr anzubieten.

Ernannt wurde auch der Rechnungsprüfungsausschuss der VG. Nach traditioneller Handhabung gehören diesem nun die zweiten Bürgermeister der Gemeinden an: Manfred Hofmaier für Steinkirchen, Franz Neumaier für Hohenpolding, Martin Strobl für Kirchberg und Innings Vize-Bürgermeisterin Maria Tristl als Vorsitzende. Zu Stellvertretern bestimmte man die Gemeinderäte Josef Fenk (Inning), Margit Niedermaier (Hohenpolding), Paul Sedlmaier (Kirchberg) und Stefan Bart (Steinkirchen).

Weiter stand die Wiederbestellung von Bürgermeisterin Michaela Mühlen zur „Standesbeamtin mit eingeschränktem Aufgabenbereich“ auf der Tagesordnung, dem folgte die erstmalige Bestellung der Bürgermeister Beilhack, Neumaier und Hans Schweiger zum Standesbeamten (mit eingeschränktem Aufgabenbereich). Eheschließungen dürfen alle vier im gesamten Holzland durchführen, wie Geschäftsleiter Miksch dem Gremium mitteilte. Beschlossen wurde auch ein Sitzungsgeld in Höhe von 25 Euro.

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