Alles im Griff: Steinkirchens neuer Bürgermeister Hans Schweiger.
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Alles im Griff: Steinkirchens neuer Bürgermeister Hans Schweiger.

100 Tage im Amt

Schweigers „stabile Balance“

Prioritäten ändern und Umstrukturieren – damit hat sich Hans Schweiger in den ersten Wochen seiner Amtszeit als Bürgermeister von Steinkirchen auseinandergesetzt.

Steinkirchen – „Ich hab schnell gemerkt, dass ich zeitlich sonst nicht durchkomme“, erzählt er im Rückblick auf die ersten 100 Tage als Gemeindechef.

Eine große Hilfe dabei ist ihm sein 22-jähriger Sohn Lukas, der neben seiner Meisterschule nun mehr Arbeiten in der elterlichen Landwirtschaft übernimmt. Mittlerweile hat sich so eine „stabile Balance“ zwischen ehrenamtlichem Bürgermeisteramt, Familie und Hof ergeben. „Das leichte Schwanken durch die vielen Neuerungen hat sich bald gelegt“, stellt Schweiger zufrieden fest.

Daran war auch seine Vorgängerin Ursula Eibl beteiligt, wie er verrät. Sie habe ihm „ganz viel mitgegeben“ und den Amtswechsel bestens vorbereitet. Aber auch VG-Geschäftsleiter Karlheinz Miksch nennt Bürgermeister Schweiger in diesem Zusammenhang. „Er ist eine große Stütze und stets hilfsbereit, ihn kann man jederzeit alles fragen.“

Wohl auch wegen seiner langen Erfahrung als Gemeinderat und zweiter Bürgermeister hat man Schweiger zudem mit dem Vorsitz im Wasserzweckverband betraut. Seit Anfang des Jahres umfasst dieser nun alle vier Holzlandgemeinden. Momentan beschäftigt Schweiger eine erneute Erweiterung, genaueres könne er aber noch nicht preisgeben. Kleinere Maßnahmen, wie beispielsweise eine Drucksteigerungsanlage in Hohenpolding, sind bereits vor seiner Amtszeit beschlossen und jetzt unter seiner Leitung umgesetzt worden.

Eine erste überraschende Herausforderung für Schweiger liegt erst wenige Wochen zurück. Ein Bauplan der Telekom für einen 40 Meter hohen Mobilfunkmasten, der auf Privatgrund errichtet wird, lag dem Steinkirchener Gemeinderat vor. Erwartet wurde eine ausgiebige Diskussion in der Öffentlichkeit. In dieser Angelegenheit zeigte Schweiger Gespür für die richtige Herangehensweise: Über die Presse gab er den Bürgern umfassende Informationen zu dem Projekt und konnte so auch Ängste ausräumen. „Möglichst viel Transparenz war unsere Devise, und so möchte ich auch weiter arbeiten“, urteilt er zu dieser Angelegenheit.

Mit den Gemeinderäten, darunter „fünf neue, eifrige Kollegen“, beratschlage er auf Augenhöhe. Dass das gesamte Gremium hinter ihm stehe, erleichtere ihm die Arbeit. „Mir gefällt es sehr gut, so wie es momentan läuft“, blickt er auf den Zwischenstand nach drei Monaten. Ein Wunsch für die nahe Zukunft bleibt Schweiger noch – allerdings nicht für sich selbst: Durch die Corona-Pandemie hatte sich Vorgängerin Eibl nicht von den Bürgern verabschieden und für die zwölfjährige Unterstützung bedanken können. Das möchte der neue Bürgermeister möglichst bald nachholen.

Fabian Holzner

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