Schön anzuschauen: Ein Stieglitz in der Wiese. Foto: LBV

Ausstellung im  Rathaus

Für den Stieglitz wird es eng

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St. Wolfgang – Erstmalig zeigt die Kreisgruppe Erding des Landesbund für Vogelschutz (LBV) eine Ausstellung zum farbenfrohen Stieglitz, den Vogel des Jahres 2016, in der Gemeinde St. Wolfgang.

Die Ausstellung wird am Freitag, 4. März, um 18 Uhr von Bürgermeister Ullrich Gaigl und dem Vorsitzenden des LBV-Kreisverband Erding, Sebastian Hupfer, eröffnet und ist für vier Wochen im Rathaus der Gemeinde zu sehen.

Der Stieglitz steht für vielfältige und bunte Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in den vergangen Jahren um 48 Prozent zurückgegangen. Auch im Landkreis Erding ist seine Farbenpracht immer seltener zu sehen.

Stieglitze leben sowohl auf dem Land als auch in Siedlungen, solange es einen geeigneten Brutplatz und genug Nahrung gibt. Diese findet er an Acker- und Wegrainen, auf Brachen oder in Parks und Gärten. Allein in der Agrarlandschaft sind seit 1994 fast 90 Prozent aller Brachflächen mit ihrer heimischen Artenvielfalt verloren gegangen. Auch Randstreifen mit Blumen und Wildkräutern an Feldern und Wegen werden immer weniger und artenärmer. Im Siedlungsraum verschwinden wildblumenreiche Brachflächen, öffentliches und privates Grün wird zu intensiv gepflegt, Wildkrautvielfalt gar weggespritzt.

Dabei kann jeder dazu beitragen, den Lebensraum des farbenfrohen Finken zu erhalten. Der LBV ruft Gartenbesitzer daher auf, neue Wildblumenwiesen, Grünflächen oder Beete anzulegen. Zusätzlich sollen Landwirte und Kommunen gezielt angesprochen werden, auf Düngung, Mahd und chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten.  

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.lbv.de/buntemeter.

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