AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

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Winterdienst

Am Streusalz wird nicht gespart

Taufkirchen – Kaum schneit es, wird wieder richtig geschimpft. Geschimpft über den Winterdienst. Die Straßen seien spiegelglatt, weil das Salz kontingentiert werde, wird gemutmaßt, oder sich über die „faulen Säcke“ beschwert, die viel weniger fahren würden als sonst. Aber schimpfen ist leichter, als selber handeln.

„Es ist Winter. Wir haben zehn bis zwölf Grad Minus“, sagt Norbert Nietfeld, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei in Taufkirchen. Mit neun Fahrzeugen ist seine Mannschaft im Einsatz. Gestartet wird um 3.15 Uhr in der Früh. 250 Kilometer sind von ihnen abzudecken, an der B 15 von der Landkreisgrenze von Landshut bis nach Mosham, kurz nach St. Wolfgang, an der B 388 von Jettenstetten bis Unterstrogn, sowie von Dorfen bis Neumauggen.

Das Salz ist nicht kontingentiert, die Lager sind voll. „Aber es dauert, bis das Salz wirkt. Wir brauchen Verkehr und Sonne.“ Dass der Vilstal-Radweg besser geräumt sein soll als die Straßen, wie einige Anlieger sagen, wundere ihn.

Während die Gemeinde Taufkirchen beispielsweise Trockensalz einsetze, verwende die Straßenmeisterei Solesalz. „Das greift schneller und hat eine bessere Tauwirkung“, erklärt der Chef der Straßenmeisterei.

Dass die Straßen im Erdinger Bereich freier seien, wie andere Verkehrsteilnehmer feststellen, kann er sich auch kaum vorstellen. „Vielleicht ist es dort nicht so kalt“, antwortet er auf diesen Einwand. „Die Sonne kommt schon raus. Es dauert halt seine Zeit“, bis die eisige Schicht auf der Straße weggefahren sei. Was den Stau am Montagvormittag von Ottering bis nach Taufkirchen anbelangt, dazu habe ein Unfall beigetragen haben, sagt Nietfeld.

„Wir salzen volle Kanne“, sagt auch Gerhard Patermann, Chef vom Taufkirchener Bauhof. Sein Team verwende „Steintausalz“, das sei gröber. In Siedlungen räume der gemeindliche Winterdienst erst, wenn die Schneedecke über zehn Zentimeter betrage; nur die größeren Siedlungsstraßen werden geräumt. „Am Salz sparen, ist das Letzte was wir tun, weil es immer Ärger gibt“, weiß er. Sieben bis acht Einsätze seien vom Taufkirchener Winterdienst schon gefahren worden, selbst vor Weihnachten seien es schon drei bis vier gewesen. „Unsere Leute sind unterwegs, seit es schneit“, berichtet Patermann. Auch am gestrigen Montag seien sie schon um 2.30 Uhr ausgerückt, um für freie Straßen zu sorgen.

 Birgit Lang

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