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Student (24) handelt mit berauschenden Kräutern

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Erding – Als äußerst geschäftstüchtig, aber nicht immer unbedingt gesetzestreu erwies sich ein Student, 24, aus Erding. Jetzt steht er im Visier der Rauschgiftfahnder der Kripo Erding und des Zolls. Er soll mit berauschenden Kräutern gehandelt haben.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet, dass der 24-Jährige schon seit längerem sein Einkommen durch völlig legale Internet-Verkäufe unter anderem von Ölgemälden, Babyphones, Textilien und Camcordern aufbessert. „Auf der Suche nach weiteren Geschäftsfeldern“, so ein Sprecher des Ingolstädter Präsidiums am Freitag, „entdeckte er die Pflanze Kratom, die vor allem in Thailand, Malaysia und Indonesien angebaut wird.“ Aufgrund der berauschenden Wirkung stellt Kratom eine in der Szene mittlerweile intensiv nachgefragte Droge dar.

Der junge Mann stellte Internetrecherchen an und kam zu dem Schluss, dass die Pflanze und deren Inhaltsstoffe nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Er wähnte sich folglich auf der sicheren Seite.

Anfangs bestellte er kleinere Mengen und verkaufte sie gewinnbringend an seine Kunden im weltweiten Netz weiter. Schließlich fühlte er sich wegen des Erfolgs zu Größerem berufen und orderte gleich zehn Kilogramm Kratom in Indonesien. Die Ware meldete er auch beim Hauptzollamt München an – „wegen des hohen Wertes“, wie er später versicherte. Beim Zoll wurde die Fracht dann sichergestellt und die Polizei eingeschaltet.

Eine Untersuchung durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergab nämlich, dass der Stoff unter das Arzneimittelgesetz fällt und damit weder ohne Weiteres importiert noch verkauft werden darf. Auch nicht als Fußbad und Räuchermischung, wie der Student angab. Die Polizei ist sich sicher: Dem Erdinger war der missbräuchliche Konsum bewusst. Daher muss er sich nun wegen des Vergehens der illegalen Einfuhr und des unerlaubten Inverkehrbringens eines nicht zulassungsfähigen Arzneimittels verantworten. Der Fall wird an die Staatsanwaltschaft Landshut weitergereicht. Der Erdinger wird sich dann wohl vor dem Amtsgericht seiner Heimatstadt verantworten müssen.

ham

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