Isen sucht nach brutalem Hundehasser

Isen - Hundebesitzer in Isen leben in Angst. Ein Tierhasser legt Giftköder aus. Fünf Hunde wurden in diesem Jahr schon Opfer des Unbekannten.

 Was mag in dem Täter vorgehen, der das Gift Carbofuran auslegt? Carbofuran ist ein starkes Nervengift, das im gewerblichen Pflanzenbau als Insektizid eingesetzt wurde. Vergiftete Tiere müssen unendlich Leiden. Werden sie nicht rechtzeitig entdeckt, sterben sie an einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen. Die Zulassung des hochtoxischen Stoffes ist 2008 in der EU erloschen. Auch in Deutschland sind der Besitz, die Weitergabe und die Anwendung strafbar.

Am vergangenen Dienstag schlug der Tierhasser wieder zu. In einem Waldstück in der Daxau legte er die Giftköder aus. Vermutlich präpariert er Fleisch mit dem Gift. Ein Dackel und ein Mischlingshund aus einem angrenzenden Gehöft fraßen die Köder. Als sie auf den Hof zurückkamen, sah sie glücklicherweise die Besitzerin. Die Tiere zitterten bereits am ganzen Körper, waren total schwach und erbrachen.

Die Frau brachte die Hunde sofort zum Tierarzt. Der konnte die zwei Hunde retten. Besonders tragisch: Bereits Mitte März waren die beiden Hunde schon einmal auf die selbe Weise vergiftet worden. Auch damals konnten sie gerettet werden.

Die Polizei ermittelt mit Hochdruck gegen den Tierhasser. Doch noch fehlt jede Spur, wie der Dorfener Inspektionsleiter Ulrich Milius einräumt. Die Hundebesitzerin könne sich nicht erklären, wer der Tierhasser ist. Auch in der Nachbarschaft gebe es keine Hinweise auf den Täter.

Im März kam es auch in Burgrain zu einem Vergiftungsfall. Dort fraß ein Schäfterhund Köder mit dem starken Nervengift. Das Tier konnte in einer Klinik gerettet werden.

Vergangenes Jahr wurden in Isen am Mühlbach Fleischstücke mit Nägeln ausgelegt. Sie wurden rechtzeitig gefunden, bevor sie von einem Tier gefressen wurden.

Milius vermutet, dass es sich bei allen Vergiftungsfällen um ein und den selben Täter handelt. Was den Polizeichef umtreibt: Der Täter sei sich vermutlich gar nicht bewusst, dass auch spielende Kind das Gift in den Mund nehmen könnten. „Es ist ja nicht abschätzbar, wer mit dem Gift in Kontakt kommt. Das ist zusätzlich so gefährlich.“

Wenn der Tierhasser gefasst wird, droht im eine saftige Strafe. Diese kann bis hin zur einer Freiheitsstrafe reichen.

Anton Renner

Rubriklistenbild: © dpa

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