Taubenparadies im Garten: Andreas Kutschka wurde schon mit dem Jugendpreis des Landesverbands ausgezeichnet. foto: as

Der Taubenflüsterer von Altenerding

Altenerding - Ein ungewöhnliches Hobby hat Andreas Kutschka aus Altenerding: Der 16-Jährige züchtet Tauben. Neun Luzerner Schildtauben beherbergt er in der Vogelvoliere im Garten.

Seine ersten Vögel hat er vor drei Jahren auf dem Straubinger Tiermarkt erworben: „Ich hab einfach mal rumgeschaut und dann die Tauben gekauft, die mir gefallen haben.“

Dabei hat Andreas offensichtlich ein gutes Händchen bewiesen, denn auf der Geflügelschau des Erdinger Taubenzuchtvereins im Dezember erhielten seine Luzerner Schildtauben den goldenen Ring, die höchste Auszeichnung des Vereins. „Ich habe, 20 Jahre gebraucht, bis ich diesen Preis bekommen habe, und er gewinnt ihn im ersten Anlauf. Das ist fantastisch“, freut sich Wendelin Miller, Vorsitzender des Taubenzuchtvereins. Auch vom Landesverband wurde Kutschka schon mit dem Jugendpreis ausgezeichnet. Dabei erhielt er die höchste Qualitätsnote für seine Tiere. „Wir sind sehr stolz, dass wir so einen Nachwuchsmann haben. Andreas ist sehr engagiert und immer eifrig dabei“, so Miller. Trotz der Preise will sich der Jugendliche jetzt nicht zurücklehnen. Vielmehr ist nun sein Ehrgeiz angestachelt: „Ich möchte schon noch ein paar weitere Preise abräumen.“

Unter der Woche ist der 16-Jährige vollauf mit seiner Ausbildung zum Feinwerkmechaniker beschäftigt. Doch an den Wochenenden widmet er sich dann ganz seinen Tauben. Er macht den Käfig sauber, untersucht die Tiere auf Ungeziefer und richtet die Nistkästen her. Außerdem ist er jeden Sonntag auf den Taubenmarkt in Langengeisling - immer auf der Suche nach neuen Tieren.

An der Taubenzucht reizt ihn besonders die Spannung. „Man weiß nie, wie der Nachwuchs ausfällt. Das ist das Interessante daran“, erklärt Andreas. Sein Erfolgsgeheimnis ist, wie er verrät, das Taubenfutter aus dem Futtermittelladen seines Bruders. Akribisch stellt Andreas jeden Tag die perfekte Mischung für seine Lieblinge zusammen. „Das ist eine eigene Wissenschaft für sich, denn jedes Tier bekommt anderes Futter. Junge Tiere benötigen beispielsweise mehr Eiweiß“, erklärt Andreas. Neben seinen Tauben züchtet er seit kurzem auch noch Hühner und Hasen.

Mutter Roswita Kutschka unterstützt sein Hobby: „Mit 16 Jahren hat man normalerweise andere Interessen, aber Andreas hat viel Spaß daran, und wir sind natürlich sehr stolz auf ihn.“ Und auch seine Freunde haben kein Problem damit. „Es ist doch ganz normal, dass jeder andere Interessen hat. Taubenzüchten ist halt mein Hobby, und da sagt auch keiner was“, so Andreas. Außerdem hat er mit Fußball spielen und als Fan der Erding Gladiators auch noch sozusagen normale Interessen. as

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