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10 Jahre Helfer vor Ort

Minuten entscheiden über Leben und Tod

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Sie nennen sich schlicht Helfer vor Ort. Seit zehn Jahren sorgen ehrenamtlichen Retter in Taufkirchen und Umgebung im Notfall für mehr Sicherheit für die Bürger.

Taufkirchen – Die Taufkirchener Helfer vor Ort (HvO) gehören zur BRK-Sanitätsbereitschaft Dorfen. Die derzeit 15 Helfer sind bei einem medizinischen Notfall schnell beim Patienten. „In der Regel gelangen sie innerhalb von sieben Minuten vor dem Rettungsdienst zum Patienten und beginnen mit der Notfallversorgung“, informiert Danuta Pfanzelt, beim BRK-Kreisverband Erding zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Es sind wenige Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können. Pfanzelt: „Beispielsweise bei einem Herzstillstand wird sofort mit der Wiederbelebung begonnen. Die Chancen einer erfolgreichen Reanimation steigen enorm.“

Begonnen hat alles im Herbst 2007. Besonders nachts gab es im Raum Taufkirchen keine adäquate Notfallversorgung. Die nächsten Rettungswachen des BRK lagen in Dorfen und Erding. Um die Notfallversorgung zu verbessern, gründete das Rote Kreuz zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen die Helfer vor Ort.

Die ehrenamtlichen Mitglieder sind per Funkwecker rund um die Uhr erreichbar. Werden sie alarmiert, fahren sie zur Rettungswache Taufkirchen, besetzen das Helfer vor Ort-Fahrzeug und fahren zum Einsatzort. Das HvO-Fahrzeug ist ausgestattet wie ein Rettungswagen und hat damit alle Gerätschaften und Materialien für eine schnelle Hilfe zur Verfügung stehen.

Bis Ende 2015 lagen die Einsatzzahlen der Taufkirchener Helfer vor Ort bei 250 pro Jahr. Seit Januar 2015 gibt es die Rettungswache in Taufkirchen. Seither rücken die ehrenamtlichen Helfer laut Pfanzelt immer noch rund 100 Mal im Jahr aus. 

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