Sie liebt Skaten und Bücher: Gina Markwica aus Taufkirchen hat ein Buch über das Leben und damit verbunden über Verlust, Liebe und Selbstfindung geschrieben, Sie hat schon 800 Exemplare verkauft.
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Sie liebt Skaten und Bücher: Gina Markwica aus Taufkirchen hat ein Buch über das Leben und damit verbunden über Verlust, Liebe und Selbstfindung geschrieben, Sie hat schon 800 Exemplare verkauft. 

Veröffentlichung

19-jährige Taufkirchenerin schreibt  erstes Buch und landet gleich einen  Bestseller

Gina Markwica ist erst 19 Jahre alt und hat schon ihr erstes Buch veröffentlicht. 800 Jahre sind bereits verkauft - kein Wunder, denn die Themen der Taufkirchenerin berühren jeden. 

TaufkirchenGina Markwica ist 19 Jahre alt, lernt den Beruf der Kinderpflegerin, geht gerne zum Skaten nach Hilpolding und hat früher Fußball bei der BSG Taufkirchen gespielt, wie schon ihr Opa Franz Lenz. Sie ist sozial eingestellt und sportlich, aber auch künstlerisch veranlagt. Sie malt gerne, nicht nur auf der Leinwand, auch Möbel oder ihren siebenjährigen Bruder Ben malt sie gerne an. Und sie spielt Klavier.

Ganz ohne Hilfe ihres Onkels, Musiker Stefan „Turbolenz“ Lenz, hat sie sich das Notenlesen selbst beigebracht. Ihre größte Leidenschaft aber ist das Schreiben, schon seit der Schule, wo Deutsch ihr Lieblingsfach war. Jetzt hat sie ihr erstes Buch mit dem Titel „Wessen Leben lebst du?“ herausgebracht. Prompt ist es zum Bestseller bei BOD geworden, auf der Homepage ihres Verlages.

„In diesem Buch geht es um alles, was das Leben beinhaltet, um Verlust, Liebe, Selbstfindung und um mich“, erklärt sie. „In gewisser Weise ist es auch ein Selbsthilfebuch, denn viele Menschen leben zu wenig für sich, lassen sich zu sehr fremdbestimmen und wissen gar nicht, was wie wirklich wollen.“ Auch sie helfe gerne, sei in Corona-Zeiten für ihren Bruder da, wenn die Eltern arbeiten. „Aber es geht darum, Mensch zu sein, nicht das zu erreichen, was andere von uns erwarten.“

Das hat Gina Markwica in jungen Jahren erkannt. Mehrmals war sie schon auf dem Weg der Selbstfindung, als sie beispielsweise eine Woche lang alleine in Südtirol oder drei Wochen mit dem Bus in Italien unterwegs war. „Ich war damit so zufrieden.“ Solche Zeiten nutzt sie, um sich Gedanken zu machen. „Ich will wissen, wer ich bin, was ich will.“ Das habe sie dabei herausgefunden.

Dieses Buch zeige ihre Entwicklung. „Mich interessieren aber auch andere Menschen. Ich will sie verstehen, was sie fühlen, wie sie sich verhalten.“ Auch für sie habe sie dieses Buch geschrieben, denn viele würden sich verloren fühlen. „Ich hoffe, dass mein Buch sie inspiriert.“

Als ihre Familie das Buch gelesen hatte, sagte sie ihr, dass sie heute vieles anders machen würden, wenn sie ihr Leben noch mal leben könnten, erzählt Gina Markwica und betont: „Egal, wie alt man ist, man kann immer etwas ändern.“

„20 Exemplare habe ich verschenkt, rund 800 Stück schon verkauft“, sagt die 19-Jährige über ihren Erfolg und strahlt. Denn ihr Buch sei kurz nach Erscheinen komplett durch die Decke gegangen und werde bei ihrem Verlag, dem BOD, als Bestseller gelistet. Illustriert wurde ihr Buch von einer Freundin. Auch sind geplant Lesungen.

Es ist nicht ihr erstes Buch. Sie hat schon einige geschrieben, vor allem für Menschen, die ihr was bedeuteten, für Lehrer oder Bekannte. „Ich hatte schon immer einen guten Draht zu älteren Menschen“, meint sie, also zu Leuten, die über 25 Jahre alt seien. Sie habe aber auch gleichaltrige Freunde, doch: „Die denken nicht so wie ich.“

Ist Gina nur altklug oder für ihr Alter reifer als andere? Dass sie anders denkt, habe sie so nie wahrgenommen. Aber ihre Altersgenossen würden sie wegen ihrer Gedanken und Empathie schätzen, weil sie ihnen ein guter Ratgeber sei. „Auf Partys waren viele fasziniert von mir, wenn wir uns oft die ganze Nacht über Gott und die Welt unterhalten haben. Sie haben mir gesagt, du bist eine Inspiration.“

Andere hätten es wiederum ins Lächerliche gezogen und zu ihr gesagt: „Du bist ja soooo schlau.“ Menschen, die Gina nicht näher kennen, empfinden sie oft ein bisschen „strange“. Das stimme auch ein bisschen, gibt sie zu. „Ich sehe einfach anders aus. Ich bin die mit dem coolen Style und mit dem Skateboard, immer lustig drauf. Ich bin nicht mädchenhaft, laufe nicht jedem Trend hinterher, sondern lieber gegen den Strom.“ Sie kleide sich im Skater-Style, früher war sie Hipster. Sie selbst bezeichnet sich jetzt „eher als ganz normal“, auf alle Fälle als weltoffen. (Birgit Lang)

Das Buch

Wer Ginas 224-seitiges Buch lesen möchte, kann es für 8,99 Euro in der Dorfener Buchhandlung kaufen, im Internet bestellen oder für 2,99 als E-Paper runterladen. Weitere Infos über die junge Autorin gibt es auf ihrer Facebook-Seite und auf Instagram @g.i.n.aa.

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