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3000 Euro für gute Zwecke (v. l.): Inge Held (Frauengemeinschaft), Alexandra Lindenau (Kunterbunte Familien), Rosi Holzner, Michaela Brandlmeier (beide Frauengemeinschaft), Simone Hartmann (Ambulantes Kinderhospiz), Pater Paul Kruczek und Kirchenpfleger Norbert Radek.

Katholische Frauengemeinschaft Taufkirchen

3000 Euro für Familien und die Orgel

„Das Geld soll in der Region bleiben und dorthin gehen, wo es dringend gebraucht wird“. Nach diesem Grundsatz hat die Katholische Frauengemeinschaft Taufkirchen 3000 Euro an Spenden verteilt.

Taufkirchen Die Katholische Frauengemeinschaft Taufkirchen beteiligt sich alljährlich mit einem Stand am Taufkirchener Adventsmarkt auf dem Rathausplatz. Heuer sind 3000 Euro zusammengekommen, die gedrittelt wurden. Je 1000 Euro gingen an den Verein Kunterbunte Familien, das Ambulante Kinderhospiz München und an die Pfarrei für die Erneuerung der Orgel in der Taufkirchener Pfarrkirche.

Mit einem Raunen vernahmen die Mitglieder der Frauengemeinschaft im Pfarrsaal die Summe der Kosten für die Orgelrenovierung. Nachdem Vorsitzende Michaela Brandlmeier von 40 000 bis 50 000 Euro gesprochen hatte, wurde sie von Pater Paul Kruczek auf 60 000 Euro nach oben korrigiert. Das Ordinariat gebe keinen Zuschuss, die 1000 Euro Spende seien aber ein Anfang.

Pater Paul und Kirchenpfleger Norbert Radek nahmen nicht nur den Scheck, sondern auch kritische Fragen von den Versammelten in entgegen. Ältere Vereinsmitglieder erinnerten daran, dass erst vor 30 Jahren mit ihrem Zutun für eine Sanierung der Orgel gesammelt worden sei. Pater Paul räumte ein, dass über diesen Zeitraum keine der erforderlichen aber teuren Wartungen durchgeführt worden sei. Kirchenpfleger Radek versprach, dass „so etwas nicht wieder vorkommt“.

Weitere 1000 Euro gingen an den jungen Taufkirchener Verein Kunterbunte Familien, vertreten und vorgestellt von Alexandra Lindenau. Der im Mehrgenerationenhaus beheimatete Zusammenschluss von Eltern mit behinderten Kindern trifft sich regelmäßig zu Kaffee oder Brunch und dient vorwiegend dem Erfahrungsaustausch. Schwierig sei es, so Lindenau, „für diese Treffen einen Babysitter zu finden“. Die Spende wird in diesem Bereich Verwendung finden, es werden aber auch weitere Musikinstrumente angeschafft. „Für einen Teil der überwiegend am Down-Syndrom erkrankten Kinder machen wir unsere eigene musikalische Früherziehung“, berichtete sie.

Räumlich nicht so nahe wie die beiden anderen Spendenempfänger ist das Ambulante Kinderhospiz München. Auf dieses waren die Taufkirchener durch die St. Wolfganger Frauengemeinschaft aufmerksam geworden. Vorgestellt wurde das bayernweite Wirken des Vereins von Simone Hartmann. Betreut werden lebensbedrohlich erkrankte Kinder und deren Familien. Das Kinderhospiz hilft beim Kontakt mit Behörden, wie der Krankenkasse, organisiert den Austausch Betroffener und veranstaltet Ferienprogramme für die Erkrankten. „Wir versuchen, den Familien den Alltag zu erleichtern und Momente des Glücks zu schaffen“, formulierte es Hartmann. Die 1000 Euro werden unter anderem für die durchgängige Besetzung der Kriseninterventionshotline verwendet.

Mit einer vorgetragenen Weihnachtsgeschichte mahnte Brandlmeier, dass Weihnachten ein besinnliches und kein hektisches Fest sein soll.

Fabian Holzner

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