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Stehen für die Führungsaufgaben bereit: Das Vorstandsteam der Katholischen Frauengemeinschaft Taufkirchen mit (vorne, v. l.) Maria Wegmann, Rosi Holzner, Michaela Brandlmeier, Rosi Holler und Präses Pater Pawel Kruczek CR Pawel sowie (hinten, v. l.) Angelika Kolbinger, Helma Lechner, Christine Häglsperger, Renate Hopf, Inge Held und Anita Empl. Nicht im Bild: Maria Wegmann.

40 Jahre Einsatz für Frauen

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren ist die Katholische Frauengemeinschaft (KFG) Taufkirchen eine aktive und engagierte Gruppe innerhalb der Pfarrgemeinde. Über 110 000 Euro wurden in der Zeit gespendet.

VON HERMANN WEINGARTNER

Taufkirchen – Das berichtete Vorstandsteammitglied Inge Held (Öffentlichkeitsarbeit) in der Jahreshauptversammlung. Dem Gottesdienst in der Pfarrkirche schloss sich im Pfarrheim der offizielle Teil mit Neuwahlen an.

Held stellte sich nicht mehr für ein Führungsamt zur Verfügung, weil sie eine „andere ehrenamtliche Aufgabe“ übernommen habe. Die 49 Frauen wählten in das dreiköpfige Vorstandsteam Rosi Holler (neu, Öffentlichkeitsarbeit), Michaela Brandlmeier (Finanzen) und Rosi Holzner (kirchliche Belange). Den neuen Ausschuss bilden Josefa Algasinger, Anita Empl, Christine Häglsperger, Inge Held, Renate Hopf, Angelika Kolbinger, Helma Lechner und Maria Wegmann. Als Präses wurde erneut Pater Pawel Kruczek CR Pawel bestimmt.

Die Frauengemeinschaft wurde am 16. März 1978 auf Initiative des früheren Präses Pfarrer Thomas Zeitler aus der Taufe gehoben, erinnerte Held in ihrem letzten Rechenschaftsbericht. Gründungsvorsitzende war damals Gertrud Becker. Die Ursprünge der KFG gehen aber auf die Gebetsgemeinschaft St. Anna-Verein zurück, den Pfarrer Sedlmayer bereits 1917 gegründet hatte und der später in den Mütterverein überging. Der wiederum war Vorläufer der Frauengemeinschaft. Die KFG habe somit eine sehr lange Tradition, sagte Held, und ihr Hauptfest sei bis heute „immer das Fest der heiligen Anna“.

Held berichtete über vielfältige jährliche Aktivitäten wie Stammtische und Seminare, Kräuterbuschenbinden und Palmbuschenverkauf, den Adventsmarkt am Rathausplatz, Ausflüge, die Wallfahrt nach Altötting und Bälle wie den beliebten Kinder- und den Weiberfasching. Zudem bringe sich die Frauengemeinschaft bei der Mitgestaltung kirchlicher Feste ein, etwa 40-stündiges-Gebet, Kreuzweg, Maiandachten, Oktoberrosenkranz, Engelamt oder Lichtfeiern. Und ein besonders starkes Engagement zeigt die KFG im sozialen, karikativen Bereich. In 40 Jahren wurden über 110 000 Euro Spenden bei verschiedenen Aktionen gesammelt und an Missionare, notleidende und bedürftige Einzelpersonen sowie Organisationen gestiftet, berichtete Held.

Die Frauengemeinschaft mache sich für Frauenthemen stark und sorge dafür, dass ihre Anliegen in Kirche, Politik und Gesellschaft gehört werden. Der Bundesverband mit über 500 000 Mitgliedern habe Erfolge erzielt wie Mädchen als Ministranten (1994) oder dass Vergewaltigung in der Ehe strafbar wurde (1998).

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