Klare Ansage: Hundebesitzer sollen die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge aufsammeln.
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Klare Ansage: Hundebesitzer sollen die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge aufsammeln.

Klagen von Spaziergängern

Ärger über Hundehaufen in Taufkirchen

Eine Protestaktion? Jemand hat neben dem Radweg in Moosen viele Plastiktüten mit Hundekot auf einen Haufen geworfen. Denn viele „Bello-Tüten“ landen nicht im Mülleimer.

Taufkirchen – Der beste Freund des Menschen, der Hund, gibt ihm in Corona-Zeiten Halt, Zuneigung und Grund zur Bewegung an der frischen Luft. Viel Gassigehen bedeutet aber auch viel Hundekot. Die meisten der 510 gemeldeten Hundebesitzer in der Gemeinde Taufkirchen nutzen dafür brav das kommunale Angebot der „Bello-Tüten“, die kostenlos an rund 20 Spendenboxen entnommen werden können. Aber nicht alle entsorgen die Tüten im Mülleimer.

So fanden sich unlängst neben dem Radweg in Moosen zwei zusammengetragene Haufen mit Häufchen in schwarzen Tüten. Ob dies ein verärgerter Anlieger tat, sprich die in der freien Natur entsorgten Bello-Tüten auf seinem Spaziergang einsammelte, oder ein Hundebesitzer die Hinterlassenschaften seines Lieblings dort abgeladen hat, ist nicht bekannt.

Auch an der Wieshofstraße oder dem Wiesenwegerl hinter der Hochriesstraße in Taufkirchen ärgern sich Spaziergänger immer wieder über die Haufen mit oder ohne Beutel am Wegesrand. Ein Hinweistaferl wurde bereits im Vorjahr angebracht. Im Gegensatz zu früher, als Hundekot sogar im Faschingsumzug mit einem „Hundsbehlsauger“ thematisiert wurde, scheint es im Taufkirchener Rathaus in dieser Frage jetzt eher ruhig zuzugehen.

„Ab und an beschweren sich Bürger wegen Hundekot, jedoch artet dies zum Glück nicht aus“, berichtet Sachbearbeiterin Verena Held. Ab und zu werde auch im Taufkirchener Gemeindeblatt ein kleiner Artikel zum Thema veröffentlicht. „Wir denken, das hilft ganz gut.“ Darin werde darauf verwiesen, dass Hundekot „schnell zur Tretmine werden“ könne. Um dies zu verhindern, bittet die Gemeinde „alle Hundebesitzer bei allen Witterungsbedingungen die Notdurft ihres Hundes mit den dafür vorgesehenen Bello-Tüten einzusammeln und zu entsorgen“.

„Es ist ein Unding, wenn der Hundehaufen eingesammelt wird und anschließend in der Tüte samt Kot auf dem Gehweg, im Straßengraben oder im Gebüsch landet“, so Held. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer sollte man auch an die Leute denken, die diese Flächen pflegen.

Spaziergänger ärgern sich auch oft wegen frei laufender Hunde, sogar in den Wäldern. Hier verweist Held auf die Leinenpflicht, die für alle Hunde ab einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern gelte. Genaueres sei in der Hundeanleinverordnung unter www.taufkirchen.de nachzulesen. Mehr Hunde gebe es derzeit wegen Corona in Taufkirchen nicht, berichtet die Sachbearbeiterin. Pro Zamperl seien im Jahr 40 Euro Steuer zu bezahlen.  

BIRGIT LANG

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