Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet

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Keine Berührungsangst: Die Musiker des Akkordeonorchesters marschieren durchs Publikum.

Akkordeonorchester Taufkirchen 

Ohrwurmalarm im Bürgersaal

Das Publikum des Akkordeonorchesters erlebte im Bürgersaal Taufkirchen ein tolles Konzert unter dem Motto: „Ohrwurmalarm“. Traditionell zeigte zuerst das Jugendorchester, was es in den vergangenen Monaten einstudiert hatte.

TaufkirchenDie fast 30 Kinder und Jugendlichen auf der Bühne sind der Beweis, dass es gut um den Musikernachwuchs in Taufkirchen bestellt ist. Das Erfolgsrezept von Orchesterleiter Michael Riedmaier ist, dass Anfänger im Zusammenwirken mit den erfahrenen Jugendlichen ihre Nervosität überwinden und von deren Souveränität profitieren. Mit den Stücken „Ma Cherie“ von DJ Antoine und „Danza Kuduro“ von Don Omar spielten sie sich sofort in die Herzen der Zuhörer.

Dann waren die Erwachsenen, ebenfalls unter der Leitung von Riedmaier, an der Reihe. Das abwechslungsreiche Programm begann mit Klassischem. „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini und „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg.

Gewohnt schwungvoll und spritzig führte das Moderatoren-Duo Eva Jaksch und Michael Weigl durch das Programm, immer darauf bedacht, die Zuhörer mit dem nötigen Vorwissen zu versorgen. Beim Stück „The Girl from Ipanema“ wechselte Martin Sellmeier das Instrument und brillierte an der Posaune.

Es folgten Ohrwürmer aus Filmmusik und Schlager, etwa eine Stevie-Wonder-Hit-Collection. Ein Höhepunkt war der Gastauftritt von Stefan Bauer. Gastauftritt deshalb, weil der talentierte Musiker Jazz und populäres Akkordeon bei Hans-Günther Kölz am Hohner Konservatorium in Trossingen (Baden-Württemberg) studiert. Das Stück „All Time Standards“ besteht aus drei Jazz Standards und wurde virtuos von dem jungen Studenten dargeboten. Schauspielerisches Talent zeigte Herbert Mair beim Stück „Im Krapfenwaldl“ von Johann Strauß Sohn. Da seine Flöte schwer verstimmt war, warf er sie kurzerhand von der Bühne und behalf sich mit Flaschen. Diese ließen sich problemlos stimmen und hatten dazu noch einen durststillenden Nebeneffekt. Mair ließ sich auch nicht von Musikern, die ihm seine zwei Noten „zeh“ und „ah“ durcheinanderbringen wollten, aus dem Konzept bringen.

Von einem Akkordeonorchester wird auch Bayerisches erwartet: Mit dem Hit „Hey Man“ von den Zillertaler Schürzenjägern wurde auch das erfüllt. Bei der Zugabe glänzte Schlagwerker Jakob Wagner als Solist auf dem Xylophon. Herbert Mair und Michael Stummer harmonierten perfekt bei dem Hit „Ham kummst“ als Sänger.

Orchesterleiter Riedmaier weiß aufgrund seiner langjährigen Erfahrung genau, was die Zuhörer zu Begeisterungsrufen bringt: Am Ende des Konzerts packten die Musiker noch weitere Instrumente wie Gitarre, Trompete und Klarinette aus und marschierten schließlich durch die Zuschauerreihen hinaus. Jeder im Publikum ist mit seinem ganz eigenen Ohrwurm nach Hause gegangen.


red

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