Klares Votum: Die Vertreterversammlung stimmte für eine Drei-Prozent-Dividende. Foto: fis

VR-Bank Taufkirchen-Dorfen

Alle Kosten kommen auf den Prüfstand

Taufkirchen - Die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen eG hat 2015 ihre Bilanzsumme erneut gesteigert. Der Gewinn allerdings ist rückläufig. Die Konsequenz daraus: Das Filialnetz wird auf den Prüfstand gestellt, die Personalkosten sollen gesenkt werden.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen hat die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen im vergangenen Jahr das Ergebnis aus 2014 um rund acht Millionen auf eine Bilanzsumme in Höhe von 728 Millionen Euro verbessert. Das ist eine Steigerung von 1,1 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen mit ihren zahlreichen Filialen einen Bilanzgewinn in Höhe von 1,004 Millionen Euro. Die Genossenschaftsmitglieder erhalten dafür eine Dividende in Höhe von drei Prozent oder insgesamt 281 000 Euro ausbezahlt. Dafür stimmte die Vertreterversammlung der Bank einstimmig. Der Rest fließt in die Rücklagen der Bank. Der Gewinn sank im Vergleich zum Jahr 2014 um 278 000 Euro.

Vorstandsvorsitzender Heinrich Oberreitmeier stellte die Versammlung auf einen weiteren Ergebnisrückgang ein. In diesem Zusammenhang müsse auch das Filialnetz überprüft werden, weil die Schalternutzung der Kunden weiter zurück ginge und das Onlinebanking immer besser angenommen werde. In Zukunft müssten etwa die Personalkosten „sozialverträglich“ gemindert werden. Derzeit beschäftigt die Bank 193 Mitarbeiter, darunter 71 Teilzeitbeschäftigte sowie 13 Auszubildende. Für ihre Mitarbeiter gab die VR-Bank 2015 9,333 Millionen Euro aus. Diese Kosten sollten, wie auch die so genannten anderen Verwaltungsaufwendungen, in Höhe von 3,89 Millionen Euro, laut Oberreitmeier reduziert werden. Die Produktivität der Bank müsse weiter gesteigert werden, sagte er. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut dem Vorstandsvorsitzenden aber nicht geben.

Doch in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten hatte Oberreitmeier auch durchaus positive Nachrichten zu überbringen. Denn zum ersten Mal kletterte der Provisionsüberschuss der Bank über die fünf Millionenmarke auf 5,053 Millionen Euro. Durch ständige Senkungen des Leitzinses verschlechterte sich dagegen der Zinsüberschuss auf nun nur mehr 15,192 Millionen. Darüber hinaus wurde im abgelaufenen Jahr in der Region kräftig gespart. So stiegen die Kundeneinlagen um 4,9 Prozent auf nun 907 Millionen Euro. Das ergibt eine Steigerung von 43 Millionen. Das derzeitige Kreditvolumen der Bank steigerte sich ebenfalls. Betrugen die Gesamtkredite der Kunden 2014 noch 516 Millionen Euro, waren es im vorigen Jahr bereits 538 Millionen. Insgesamt betreut die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen aktuell 32 401 Kunden und verfügt über 14 088 Mitglieder.

Kunden und Mitglieder könnten sich auf die Bank verlassen und ihr vertrauen, sagte Oberreitmeier. „Wir brauchen keine Panama-Papers.“ Die VR-Bank betreibe keine Spekulationen und biete vergleichsweise faire Konditionen.

Auch in der Region werde vieles zurückgegeben. Nicht nur die Spenden und die Sponsoringaktivitäten der Bank mit einem Umfang im Jahr 2015 in Höhe von 147 000 Euro würden zu Buche schlagen. 1,015 Millionen Euro seien an Gewerbe- und Grundsteuerzahlungen direkt an die Gemeinden des Geschäftsgebietes geflossen.

Tobi Fischbeck

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