Vollkommen entkernt wurde die Mittelschule Taufkirchen bei den jüngsten Abrissarbeiten.
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Vollkommen entkernt wurde die Mittelschule Taufkirchen bei den jüngsten Abrissarbeiten.

Neubau

Als nächstes kommen die Bohrpfähle: Neubau der Mittelschule Taufkirchen im Zeitplan

Die Arbeiten beim Neubau der Mittelschule sind im Zeitplan. Wegen des Einbaus der Bohrpfähle werde der Dezember „nicht immer eine stade Zeit“ sein, kündigt der Bürgermeister an.

Taufkirchen – Beim Neubau der Mittelschule Taufkirchen läuft alles nach Plan. Die Ausschreibung sei bis dato sehr zufriedenstellend, informierte Projektsteuerer Thomas Koch. Der Ersatzneubau der Mittelschule mit Mehrzweckhalle soll im Juli 2023 fertiggestellt werden. Darauf folge der Umbau im Mehrgenerationenhaus, in dem die Küche erneuert wird. Hier sei der Abschluss für Juli 2024 geplant.

Das Budget bezifferte der Mitarbeiter der BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH aus Pfarrkirchen auf über 37 Millionen Euro. Laut Prognose vom 2. November stehe man knapp 415 000 Euro darunter. „Wir schauen natürlich, dass wir Einsparungspotenzial erkennen und auch umsetzen.“ Aktuelle Ausschreibungsergebnisse seien noch nicht berücksichtigt, aber vielversprechend, sodass das man die kalkulierten Kosten weiter reduzieren könne.

Im Sommer sei geplant worden, unter anderen habe er sich mit Verkabelungen befasst, berichtete Koch. Die Interimspavillons, also Schulcontainer, seien in Nutzung. Nach ersten Rückmeldungen sei die Lehrerschaft zufrieden damit. Die Abbrucharbeiten laufen laut Koch nach Plan. Um mit dem Bürobau im April 2021 beginnen zu können, müsste man noch im Dezember mit den Bohrpfählen starten. Dazu werde demnächst ein großes Bohrgerät angeliefert.

Rat Kurt Empl (EiMo) wollte wissen, ob es schon was „Unvorhergesehenes beim Abbruch, beispielsweise Asbest“ gegeben habe. „Ja, es wurden tatsächlich schon unvorhergesehene Sachen, wie Dämmungen, die unter dem Boden verlegt worden sind, entdeckt. Da gibt es schon Positionen, die aufgekommen sind“, antwortete Koch.

Stephan Bachmayer (EiMo) interessierte, ob der Aushub noch auf der Gutswiese gelagert werden soll. Zu diesem Thema würden gerade Untersuchungen laufen, so der BPM-Projektsteuerer. Hier gebe es möglicherweise Einsparpotenzial. „Die Gutswiese wird voraussichtlich nicht mehr erforderlich sein.“ In den nächsten Tagen werde man mehr wissen. Ursprünglich wollte man dort das Material lagern, es kamen dann aber verschiedene behördliche Auflagen, die das Ganze immer komplizierter gemacht hätten, darum habe man nach einer Alternative gesucht und einen guten Weg gefunden, erläuterte der Projektsteuerer.

Bürgermeister Stefan Haberl (CSU) fragte noch, ob es seitens der Nachbarschaft Beschwerden wegen Lärms gegeben habe. „Zu Beginn der Arbeiten kamen ein, zwei Rückmeldungen bezüglich Baggerbewegungen und quietschenden Geräuschen“, antwortete ihm der Projektleiter. In letzter Zeit habe er nichts mehr mitbekommen.

Die Abbruchfirma Ottl sei auch recht bemüht, auf Lärmbeschwerden entsprechend zu reagieren. „Aber Abbruch ist ein lautes Gewerk“, weiß der Pfarrkirchener. „Bei uns sind auch keine Beschwerden eingegangen“, bestätigte Haberl. Er dankte der Nachbarschaft für das Verständnis. Denn auch im Dezember werde es wohl „nicht immer eine stade Zeit sein“, wenn die Bohrpfähle eingebaut würden.

Nach Angaben des Projektsteuerers läuft aktuell das Ausschreibungspaket 2 mit den Beauftragungen für Zimmerer, Dachdecker und Spengler sowie Sonnenschutz. Im November werde Paket 3 veröffentlicht, die Beauftragung werde sich bis Februar hinziehen. Dabei gehe es um das Wärmedämmverbundsystem und den Stahlbau für die nächsten anstehenden Arbeiten. Weitere Gewerke folgen bei Ausschreibungsrunden im Jahr 2021.

Birgit Lang

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