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Viel Platz: Die beiden Häuser in der Eisenauer Straße sollen abgerissen werden, dafür soll dort eine Wohnanlage entstehen. Alle rdings braucht der Bauausschuss noch genauere Informationen, um grünes Licht für das Vorhaben zu geben.

Bauausschuss Taufkirchen

Alte Einfamilienhäuser sollen neuer Wohnanlage weichen

Noch stehen zwei Einfamilienhäuser auf den Grundstücken Eisenauer Straße 9 und 10 in Taufkirchen. Sie sollen abgerissen werden und an ihrer Stelle eine Wohnanlage entstehen.

Taufkirchen – Die Räte des Taufkirchener Bauausschusses stimmten dem Vorbescheidsantrag aber nicht zu. Ihre Gründe: Aufgrund der Größenordnung werde dem Einfügungsgebot nicht Rechnung getragen. Darüber hinaus habe der Antragsteller keine Angaben über die Anzahl der geplanten Wohneinheiten und der damit anzuweisenden Kfz-Stellplätze gemacht.

Einverstanden waren die Bauausschuss-Mitglieder damit, dass die Wohnanlage über die Wieshofstraße erschlossen werden soll. Die Kosten für die nötige Gehwegsenkung seien vom Bauherrn zu tragen, lautet der Beschluss.

Sachbearbeiter Hans Baumgartner hatte das Projekt vorher erörtert, soweit ihm die Angaben vorlagen. Der Gesamtgebäudekomplex soll 35,11 Meter lang werden und aus zwei Häusern sowie einem Reiheneckhaus bestehen. Die einzelnen Gebäude sollen gegeneinander um ein bis 1,50 Meter verschoben werden, damit die Fassade entsprechend gegliedert werden kann. Die beiden Häuser sollen zudem – entsprechend dem Gelände – höhenversetzt und auch dem Verlauf der Eisenauer Straße angepasst, sowie mit Erd-, erstem Ober- und Dachgeschoss ausgestattet werden.

Die Wohnungsgrößen seien aus den Unterlagen ebenfalls nicht ersichtlich, erklärte Baumgartner. Die beiden Parzellen haben zusammen 1267 Quadratmeter, zugelassen wäre dafür eine Geschossfläche von 380 Quadratmetern. Die geplante Bebauung habe aber 708 Quadratmeter Geschossfläche, das widerspreche dem Einfügungsgebot.

Geplant sind sechs Stellplätze an der Eisenauer Straße und weitere elf im derzeitigen Gartenbereich. Baumgartner erklärte, dass die Parkplatzsituation problematisch werden könne, da es sich bei der Eisenauer Straße um einen „sehr engen Straßenzug“ handle, der „jetzt schon massiven Parkverkehr“ aufweise. Aufgrund der genannten Stellplätze könne von mindestens zwölf Wohneinheiten ausgegangen werden, meinte er. Wobei die Frage der Besucherstellplätze noch nicht geregelt sei. „Ich bin für Verdichten, das ist mir aber zu vage. Wie viele Wohneinheiten? Wie hoch? Wie sind die Kosten?“, fragte Martin Huber (REP). Das Vorhaben müsse sich in die Siedlung einpassen, meinte er und betonte: „Das ist mir zu waghalsig. Er muss mehr vorlegen“.

Dieser Auffassung war das gesamte Gremium. Also wurde der Antrag erst einmal zurückgestellt, bis die entsprechenden Angaben nachgereicht werden.

Birgit Lang

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