+
Der neue Vorstand mit (vorne, v. l.) Tobi Beinert und Conny Lenz, (hinten, v. l.) Romina Schwender, Angela Ramm und Sofia Dürk.

Montessori-Verein Taufkirchen

Alternative Schule rückt in greifbare Nähe

Mit Nachdruck kämpfen die Mitglieder des Montessori-Vereins Taufkirchen seit drei Jahren für die Gründung einer Schule. Nun tut sich Licht am Ende des Tunnels auf.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – „Die Chancen stehen nicht schlecht“, sagt die neue Vorsitzende Conny Lenz. Sie und ihrer Mitstreiter nehmen das Schuljahr 2018/2019 für die Schulgründung ins Visier. Bei der Mitgliederversammlung informierten sie über den Stand der Dinge.

Vorab standen Neuwahlen an. Martina Wolter, die bisherige Vorsitzende, gab ihr Amt aus persönlichen Gründen auf. Lenz, bis dato Vize, steht nun ein engagiertes Team zur Seite. Ihr Stellvertreter ist Tobi Beinert aus St. Wolfgang, Schriftführerin ist Kristina Schmitz, Kassier Angela Ramm (beide aus Dorfen) und die Kassenprüfer sind Sofia Dürk aus Taufkirchen und Romina Wender aus St. Wolfgang. Für die neue Vorsitzen steht fest, dass man an der Konstellation des Vorstandes sehe, dass eine Montessori-Schule im östlichen Landkreis Erding benötigt und gewünscht werde. Denn die Schulen in Aufkirchen, Geisenhausen (Landkreis Landshut) und Eberharting (Landkreis Mühldorf) seien voll. Außerdem stünden die Chancen nicht gut, dass Kinder aus fremden Landkreisen dort aufgenommen würden.

Die Montessori-Schule in Taufkirchen sei als Fortführung des OASE-Naturkindergartens gedacht, erklärte Lenz. Schon OASE-Vorsitzende Marile Götz habe sich vehement für eine Privatschule eingesetzt. Sieben Jahre habe sie daran gearbeitet. „Wir führen ihre Idee weiter. Jetzt haben wir aber den Montessori-Landesverband hinter uns“, was dem Vorhaben mehr Schlagkraft verleihe. Geplant sei, eine einzügige Grundschule von der ersten bis zur vierten Klasse mit maximal 25, minimal 13 Kindern einzurichten. Vier Tage solle sie im Wasserschloss nach der Montessori-Pädagogik und einen Tag im Wald nach der Wildnis-Pädagogik unterrichtet werden. Im Klassenraum würde Jahrgangsübergreifend in einer Klasse unterrichtet, wobei jedes Kind seinen eigenen Lehrplan in sich trage und sich entscheiden dürfe, was es lernen wolle. Themen und Motivation gebe der Lehrer vor.

„Die Kinder arbeiten selbstständig und können für sich herausfinden, was für sie wichtig ist. Wenn sie mehr Input brauchen, kriegen sie den vom Lehrer“, erörtert Lenz das Prinzip. Eine Anmeldeliste gebe es erst, wenn es mit der Gründung konkret werde. Interessenten seien sehr viele vorhanden. „Für Taufkirchen ist es eine schöne Option, neben der Regelschule“, sagt die Mutter von zwei Söhnen. Auch Bürgermeister Franz Hofstetter und die Gemeinde stünden „absolut“ hinter der Idee. Deshalb halte Hofstetter auch Räume im Wasserschloss für den Verein frei. Erfüllt werden müssten nur noch Auflagen in Sachen Brandschutz, Fluchtweg und dergleichen.

Im August habe auch ein „ganz positives“ Gespräch mit der Landtagsabgeordneter Ulrike Scharf stattgefunden. Um das Ganze genehmigt zu bekommen, müsse das Konzept und der Raum den Vorgaben entsprechen sowie eine Anmeldeliste mit mindestens 13 Kinder eingereicht werden. Der Staat unterstütze die Privatschule dann mit einem Zuschuss von 60 Prozent für die Lehrkräfte. „Es muss alles Hand und Fuß haben, der Verein und die Eltern große Motivation mitbringen und dies über die Jahre durchstehen“, betont Lenz. Deshalb wünscht sie sich weitere Mitglieder, die das Vorhaben mit Kreativität und Tatkraft unterstützen. Der Vereinsbeitrag kostet 30 Euro. Die Einnahmen werden für die Schulgründung, Versicherungen, Anwaltskosten und dergleichen investiert.

Weitere Infos

zur geplanten Schule gibt es im Internet unter www.montessori-wildnis.de.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geklaut im dritten Anlauf
Mit 20 Mann hat der Burschenverein Hohenlinden Donnerstagnacht gegen 3.45 Uhr den Forsterner Maibaum gestohlen. Und zwar im dritten Anlauf.
Geklaut im dritten Anlauf
Gartenhaus niedergebrannt
Ein Grüntegernbacher dürfte am Freitagnachmittag mit großen Augen nach Hause gekommen sein. In seiner Abwesenheit hatte das Gartenhaus auf seinem Grundstück zu brennen …
Gartenhaus niedergebrannt
Wagen schleudert in Feld und überschlägt sich - Kind (5) kommt mit dem Schrecken davon
Nicht aufgepasst hat eine 37-jährige Audi-Fahrerin am Freitagmorgen. Sie nahm am Steuer ihres Audi einem Fiat die Vorfahrt. 
Wagen schleudert in Feld und überschlägt sich - Kind (5) kommt mit dem Schrecken davon
Behörde lässt Gemeinde schwitzen
„Landratsamt fordert ohne Ende Nachweise und Begründungen“
Behörde lässt Gemeinde schwitzen

Kommentare