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Das Baugebiet am Schillerhof. Hier sollen alternative Wohnformen entstehen.

Baugebiet am Schillerhof

Alternative Wohnformen geplant

Taufkirchen - Bauwerber können es kaum erwarten, dass es weiter geht beim Bebauungsplan für das Gebiet am Schillerhof. Im Gemeinderat stellte Planer Alexander Groh den Stand der Planung vor.

Westlich des Taufkirchener Einkaufszentrums soll die Wohnbaufläche am Schillerhof, die aktuell noch landwirtschaftlich genutzt wird, in vier Teilabschnitten entstehen. Grob erklärte im Gremium, dass zudem eine Erweiterungsfläche für den Einzelhandel geplant sei. Der Verbrauchermarkt Lidl möchte sein Gebäude Richtung Westen verlängern. Das böte eine große Chance, dass dadurch zusätzlich Schallschutz für die Wohnbebauung erstellt werde. Geplant seien drei Einfamilienhäuser sowie sechs größere Grundstücke, die für familiäres Mehrgenerationenwohnen gedacht seien. Häuser quasi, wo die Großeltern mit einziehen und die Kinder länger wohnen bleiben können. Möglich seien auch Einliegerwohnungen für Au-Pairs oder Haushaltshilfen sowie kleinere Gewerbeeinheiten für Freiberufliche, Steuerberater, Anwälte, Künstler oder Friseure, erörterte der Architekt. Diese Grundstücke seien so groß ausgelegt, dass dort kleine Wohnhöfe mit entsprechender Nutzung umgesetzt werden können.

Das Grundkonzept habe der OASE-Verein angestoßen, der dort ursprünglich ein Mehrgenerationen-Naturdorf mit kleiner Schule und Gemeinschaftsräumen geplant hatte: Soziales, familiäres Wohnen. Dieses Projekt wird aber nicht mehr weiter verfolgt. Nun möchte die Gemeinde etwas ähnliches schaffen. Eine weitere Fläche sei für eine Streuobstwiese vorgesehen.

Erschlossen werde das Gebiet am Schillerhof von Süden über die Verlängerung der Jadwigastraße kommend, nach Norden abbiegend durch einen Wendehammer, so Groh weiter. Neben dieser Stichstraße gebe es auch einen kleineren Weg zum bestehenden Spielplatz an der Siedlung an der Landshuter Straße. Die drei Einfamilienhäuser werden durch eine bestehende Straße im Norden erschlossen. Ganz im Süden des Baugebietes sei ein Grünstreifen vorgesehen.

Was die hochbaulichen Festsetzungen anbelange, so herrsche relativ viel Freiheit, sagte der Planer. Für die großzügigen Flächen für die Wohnhöfe seien beispielsweise Sattel-, Pult- oder Flachdächer zugelassen. Sechs Meter für die Wandhöhe, maximal 25 Grad für die Dachneigung sowie zwei bis vier Wohneinheiten seien hier machbar.

Gemeinderat Peter Attenhauser (Rep) fand die Planung gut. „Ich denke es passt“, meinte er. Seine Kollegin Anneliese Mayer (CSU) begrüßte, dass es in Taufkirchen solche alternativen Wohn- und Arbeitsformen geben soll. Neben dem Vorentwurf des Bebauungsplanes wurde vom Gremium auch der Vorentwurf für die 59. Änderung des Flächennutzungsplanes, beides inklusive mit Begrünung und Gründordnung.

Birgit Lang

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