Den Unternehmergeist von Franz Hofstetter (2. v. l.) würdigten Bürgermeister Stefan Haberl sowie Peter Keilhacker und Verena von Wiedersperg von der Stiftung.
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Den Unternehmergeist von Franz Hofstetter (2. v. l.) würdigten Bürgermeister Stefan Haberl sowie Peter Keilhacker und Verena von Wiedersperg von der Stiftung.

Stiftung Komunitas

Aus Innovationspreis wird Schulpreis für Taufkirchen

Auszeichnung von Stiftung Komunitas: Altbürgermeister Franz Hofstetter gewinnt Innovationspreis und stiftet die 4000 Euro Preisgeld für engagierte Absolventen.

Taufkirchen – Der Innovationspreis der Stiftung Komunitas der Familie Keilhacker geht an Altbürgermeister Franz Hofstetter. Im kleinen Rahmen mit den Stiftungsmitgliedern gab dies Vorsitzender Peter Keilhacker im Thai Haus bekannt. Der Preisträger selbst stiftet wiederum die 4000 Euro Prämie selbst. Er wolle damit die Jugend fördern. Deshalb lobe er zusammen mit der Stiftung, Bürgermeister Stefan Haberl und Mittelschulleiter Ade Geier den Franz-Hofstetter-Preis aus. Dieser soll jährlich an Absolventen verliehen werden, die sich vor allem durch ihr ehrenamtliches, schulisches oder sonstiges Engagement hervortun.

Primär sollen damit Jugendliche an der Mittelschule bedacht werden, weil die Schule in Trägerschaft der Gemeinde liege und sie ihm immer besonders am Herzen liege. Aber auch Real- oder Mittelschüler könnten ausgewählt werden. Jeder ausgezeichnete Schüler soll 150 Euro erhalten. Wann der Franz-Hofstetter-Preis das erste Mal verliehen wird, steht noch nicht fest.

Hofstetters Wunsch wäre es, dass Sponsoren immer wieder den Topf auffüllen, damit der Preis in den nächsten 20 Jahren verliehen werden kann. Sein Nachfolger Haberl freute sich über diesen symbolischen Anreiz für die Jugend. Schließlich sei es ein entscheidender Moment in ihrem Leben. Die Stiftungsgründer habe er als Sternsinger-Bub als sehr sozial erlebt. „Wenn ich beim Hierl Carl war, war der Beutel nachher immer gut gefüllt.

Mit seinem Vorhaben entspricht Hofstetter ganz dem Ziel der Preisverleihung. Mit den 4000 Euro habe er nun die Möglichkeit, Projekte auf den Weg zu bringen oder zu forcieren, die ihm am Herzen liegen, erklärte Keilhacker. Der Altbürgermeister freute sich über diese Ehre: „Das erfüllt mich schon mit Stolz.“

Innovationen seien wichtig, egal ob man ein Unternehmen führe, in der Politik oder im sozialen Bereich tätig sei, so Keilhacker. Um Ideen umsetzen zu können, müsse ökonomisches Handeln vorausgehen, erst dann könne man auch im kulturellen und sozialen Bereich tätig sein.

24 Jahre lang sei Hofstetter ein innovativer und erfolgreicher Bürgermeister gewesen, erklärte Keilhacker in seiner Laudatio. „Von Kultur bis Wasserschloss, von Inklusion bis Einwohnerzuwachs, von Schulen, Kindergärten bis zu Gewerbe: überall ist Franz Hofstetters kreative und innovative Handschrift zu sehen.“ Hervorzuheben sei, wie er seine Ziele erreichte, betonte der Stiftungsvorsitzende. Bedenkenträger habe er in die Schranken verwiesen, und er sei stets bereit gewesen, ins Risiko zu gehen.

„Nichts konnte ihm schnell genug gehen mit seiner sprichwörtlichen kreativen Ungeduld.“ Innovation schaffe nicht nur Harmonie und Freunde, stellte Keilhacker fest. Aber für denjenigen, der ein Ziel habe und die dazu notwendigen Visionen, für den würden sich Tore und Chancen eröffnen.

Hofstetter sei Beleg dafür, dass unternehmerisches Denken und Handeln auch im öffentlichen Dienst erforderlich, möglich und erfolgreich seien. Er komme damit ganz nahe an das Gedankengut der Stifterin heran, Keilhackers Mutter Elisabeth, und vor allem an den Unternehmergeist von Himolla-Gründer Carl Hierl, seinem Onkel.

Neben Keilhacker gratulierten auch dessen Tochter Verena von Wiedersperg als seine Stellvertreterin und Nachfolgerin ihrer jüngst verstorbenen Mutter Susanna sowie die Stiftungsräte Gisela Huber, Hans Wegmann, Roland Kobus und Matthias Dose.

BIRGIT LANG

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