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Alles kommt weg: Die Vilsarcade ist Geschichte.

Abriss der Vilsarcade

Bagger schaffen Platz für 44 Wohneinheiten

Mit vier Monaten Verzögerung ging es los: Die Vilsarcade, das ehemalige m+m-Möbelhaus mitten in Taufkirchen, wird zerlegt.

Taufkirchen – Erst wurde der vierstöckige, rund 15 Meter hohe Bau ausgeräumt, entrümpelt und entkernt, jetzt wird das südliche Bauwerk abgerissen. Der angrenzende Pfarrweg hin zum Schulzentrum ist ab der Brücke bis Höhe des Gebäudes gesperrt.

Rupert Hintermeier, Bauleiter der Abbruchfirma Zosseder aus Eiselfing bei Wasserburg, rechnet mit zweieinhalb bis drei Monaten Dauer. Er schätzt, dass es sich um rund 5000 Tonnen Material handelt, die abgetragen und entsorgt werden müssen. „Hauptsächlich Beton“, aber auch Porenbeton von der Fassade, Ziegel, Gipskarton in Trockenbauweise, also die „übliche Ausstattung eines Möbelhauses“, und jede Menge Altpapier sind es, die von den Arbeitern fein säuberlich getrennt und weggefahren werden. „Sondermüll gibt es keinen“, sagt der Bauleiter. Mit einem 75 Tonnen schweren Kettenbagger mit Longfront und Betonzange wird dem hohen Gebäude mit den mächtigen Unterzügen zu Leibe gerückt.

Beauftragt wurde die Firma Zosseder von der Maier Wohn- und Gewerbebau GmbH aus Kraham. Sie will auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Areal eine Wohnanlage mit 44 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit errichten. „Wir haben den Abbruch in gute Hände gegeben“, sagt Markus Maier, einer der beiden Geschäftsführer. Ursprünglich sollte die Schloss Mehring GmbH das Gelände in Taufkirchens Zentrum neu bebauen und die Wohnungen verkaufen. „Sie haben alles serös entwickelt, wir waren vom Wechsel der Bauträger sehr überrascht“, sagt Konrad Karbaumer, der Verwaltungsleiter der Gemeinde.

Maier erklärt, dass die Schloss Mehring GmbH auf der Suche nach einem Generalunternehmer gewesen sei, der das Vorhaben schlüsselfertig bauen sollte. So sei der Kontakt zu ihrer Firma entstanden. Weil die Schloss Mehring GmbH in Landshut ein noch anderes, großes Projekt am Laufen hat, einigten sich beide darauf, dass das Familienunternehmen aus Kraham das Grundstück mit Plan kaufen wird. Dieser Wechsel hat zum zeitlich verzögerten Abriss geführt. Auch mit dem Verkauf der Wohnungen wird es noch ein bisschen dauern. „Wir planen alles ein bisschen um“, verrät Maier und betont: „Es soll architektonisch und optisch unserem Stil angepasst werden und die Wohnungsaufteilung unseren Ansprüchen genügen.“ Sobald die Pläne feststehen, werde man mit dem Verkauf loslegen. Maier schätzt, dass dies ebenfalls im März der Fall sein wird.

Birgit Lang 

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