+
Weniger Fluchtweg als mehr Brücke: Der Fluchtweg vom Wasserschloss über den Schlossweiher wird später aber einmal anders aussehen.

WASSERSCHLOSS TAUFKIRCHEN

Baubrücke muss als Fluchtweg herhalten

Der Kauf des Wasserschlosses Taufkirchen und der Beginn der Sanierungen kostet der Gemeinde viel Geld. Die Freien Wähler haben die bisherigen Kosten einmal aufgelistet.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Mit dem Kauf des Wasserschlosses 2016 für 630 000 Euro plus Nebenkosten und weiteren 657 000 Euro für den ersten Abschnitt der dringenden Sanierungen hat die Gemeinde bisher 1,29 Millionen Euro ausgegeben. Das hat FW-Gemeinderat Christian Aigner bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Bräustüberl erklärt. Er ist einer von sechs Gemeinderäten, die im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens (KU) Wasserschloss mit Bürgermeister Franz Hofstetter als Vorsitzendem sitzen. Vorstand ist Georg Schmittner, sein Stellvertreter Günter Mayr. Dieses KU wurde im Februar gegründet, um sich um die Bestanderhaltung, Verwaltung und Bewirtschaftung des Wasserschlosses zu kümmern.

Aigner erklärte, dass bereits neue Toiletten im Zwischengang installiert wurden, damit sie öffentlich nutzbar sind, sowie eine neue Küche und ein Lagerraum für die Gastronomie eingebaut wurden, die im März/April in Betrieb gehen werden. Zudem müssten die Aufzüge erneuert und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt, insbesondere ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden.

Beim Fluchtweg hakt es aber gerade. Weil das Denkmalschutzamt ursprünglich gar keinen wollte, einigte man sich auf eine filigrane, leichte, transparente Brücke über den Schlossweiher. Geplant wurde diese von Hubert Busler von Mayr Ludescher Partner - Beratende Intenieure aus München. Momentan sieht der zweite Fluchtweg aber alles andere als filigran aus. Denn es handelt sich noch um eine Baustraße, die temporär eingerichtet wurde, um die hintere Schlossseite während der Baumaßnahmen bedienen zu können und zugleich Geld zu sparen.

Diese „Baubrücke“ über den Weiher wird aus Kostengründen erst mal länger als Fluchtweg bestehen bleiben, da die Kosten für das Brückenfundament „unannehmbar hoch“ waren, sagte Aigner. Die Kosten für die Brückenkonstruktion aus wetterfestem Stahl mit beleuchtetem Handlauf und Seilnetzgeländer wurden vom Planer in der Gemeinderatsitzung auf 81 000 Euro netto geschätzt, und seien „überschaubar“. Für den ganzen Landschaftsbau mit Weganbau fallen laut Busler 156 000 Euro netto an, in der Summe wären dies insgesamt brutto 282 291,80 Euro.

Auch über den lange geplanten Fußweg vom Rathaus zum Wasserschloss durch den ehemaligen Richtmann-Garten berichtete Aigner noch kurz. Hier sei bereits ein Fundament vorhanden, das über den Stephansbrünnlbach führe. „Es muss nur ertüchtigt werden.“ Für den Weg und die Umgestaltung seien im Haushalt 226 000 Euro an Kosten geplant, für die Brücke über den Bach noch mal 120 000 Euro. Die Gemeinde rechnet hier mit 50 bis 60 Prozent an Zuschüssen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Letzter Auftritt in den Geislinger Ängern?
Zum 29. Mal veranstaltet der Rennverein Erding heuer sein Herbstfest-Rennen. Am Sonntag, 2. September, findet die traditionsreiche Veranstaltung in den Geislinger Ängern …
Letzter Auftritt in den Geislinger Ängern?
Auf Spurensuche mit zwei Seelenschwestern
Sabine Penzenstadler und Michaela Dreier stellen ihre Kunstwerke im Erdinger Frauenkircherl aus.
Auf Spurensuche mit zwei Seelenschwestern
Baufirmen suchen Azubis
Baufirmen im Landkreis Erding suchen noch neue Azubis.
Baufirmen suchen Azubis
Neue Pläne für Strogen und Alte Schmiede
Die Langenpreisinger Dorferneuerung kommt voran. Jetzt gibt es neue Pläne für die Sanierung der Alten Schmiede, eines der ältesten Gebäude im Ort. An ihm fließt die …
Neue Pläne für Strogen und Alte Schmiede

Kommentare