Täter flüchtig: Mädchen (11) in München vergewaltigt - Polizei verrät Details

Täter flüchtig: Mädchen (11) in München vergewaltigt - Polizei verrät Details
+
Mit freizügigen Bildern seiner Ex (20) aus Taufkirchen hat ein junger Mann Schindluder getrieben. Vor Gericht musste er dafür teuer bezahlen.

Pikanter Fall

Mann stellt Hüllenlos-Fotos der Ex öffentlich auf Facebook - sein Anwalt rastet aus

  • schließen

Aus Eifersucht hat ein Mann (28) freizügige Bilder seiner Ex-Freundin öffentlich auf Facebook gepostet. Als der Richter das Urteil sprach, rastete der Anwalt des Mannes völlig aus.

Taufkirchen/Erding – Aus Eifersucht hat ein 28-Jähriger Nacktfotos seiner Ex-Freundin (20) per Whatsapp an deren Mutter verschickt. Zusätzlich erstellte er ein öffentliches Facebook-Profil mit den Bildern der jungen Frau.

Nicht nur deswegen musste sich der Asylbewerber vor dem Amtsgericht Erding verantworten, sondern auch wegen einer Ohrfeige, die er einem vermeintlichen Nebenbuhler verpasst hat. Richter Andreas Wassermann hatte dafür kein Verständnis und verurteilte den Iraker zu 5130 Euro Geldstrafe, was fast zehn Monatslöhnen des 28-Jährigen entspricht.

Mann schickt Nackfotos von Ex-Freundin per Whatsapp an deren Mutter

Zwei Jahre lang waren der Flüchtling und die Auszubildende ein Paar – einige Zeit davon auch glücklich. Doch dann brach in dem Iraker die Eifersucht los. Er wollte seine Freundin ständig kontrollieren und wissen, mit wem sie Kontakt hat. Als es in der Beziehung kriselte, tickte der 28-Jährige aus.

Öffentliches Facebookprofil mit erotischen Fotos der 20-Jährigen

Per Whatsapp verschickte er im März vergangenen Jahres nicht nur Nacktbilder der jungen Frau an deren Mutter. Er legte im Mai auch ein öffentlich einsehbares Facebookprofil an, lud dort weitere Nacktfotos sowie Screenshots aus erotischen Videotelefonaten hoch und verschickte dann etliche Freundschaftsanfragen an Bekannte der 20-Jährigen. Ziel war, die Bilder möglichst weit zu verbreiten. Zum Glück löschte Facebook das Profil sehr schnell wieder.

Zudem schrieb er der Mutter im Mai, dass er die junge Frau umbringen werde. Kurz zuvor hatte er gedroht, Aktfotos ins Internet zu stellen, was er dann aber unterließ.

Nacktfotos von Ex-Freundin verschickt: Mann erscheint mit zwei Anwälten

In der Verhandlung räumte der Angeklagte, der gleich mit zwei Anwälten erschienen war, diese Schmuddelstraftaten ein. Staatsanwältin Sigrid Kolano hatte ihn unter anderem wegen Verbreitens pornografischer Schriften und Bilder sowie Verletzungen von Bild- und Persönlichkeitsrechten angeklagt. Er gab an, dass er „traurig“ gewesen sei, dass sich seine Freundin nicht so verhalte, wie er es wolle. Er habe sich Sorgen gemacht, dass sie Kontakt zu anderen Männern haben könnte.

Er gab zu, einen großen Fehler gemacht zu haben – aufgrund seiner Liebe und seiner Eifersucht. Das bereue er. Seine Entschuldigung nahm das Opfer aber nicht an. Sie litt sichtlich unter dem Prozess.

Angeblichen Nebenbuhler geschlagen: Iraker rastete völlig aus

Einen Nebenbuhler erkannte der Iraker auch in einem jungen Mann, den er im August in Taufkirchen traf. Der erklärte im Zeugenstand, der Angeklagte habe ihm grundlos ins Gesicht geschlagen. Er sei daraufhin vor dem Angreifer geflüchtet und habe die Polizei geholt. Mit der 20-Jährigen habe er keinen Kontakt gepflegt.

Die ihm von Kolano ebenfalls zur Last gelegte Körperverletzung bestritt der 28-Jährige vehement. Man habe sich lediglich gegenseitig beleidigt. Die Polizei konnte keine Verletzungen im Gesicht feststellen.

Nacktfotos der Ex-Freundin verschickt: Mann war polizeibekannt

Die Staatsanwältin sah alle angeklagten Punkte als erwiesen an. Kolano hegte auch keine Zweifel an dem Schlag ins Gesicht. Der Zeuge sei glaubwürdig gewesen. Obwohl der Iraker in der Verhandlung 300 von 1000 Euro als Schmerzensgeld übergab, sah sie den strafmindernden Täter-Opfer-Ausgleich als nicht gänzlich vollzogen an. Sie forderte eine Haftstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung. Denn der Iraker habe die Taten unter offener Bewährung begangen.

In der Tat ist der Mann seit 2015 bereits dreimal als Straftäter in Erscheinung getreten, einmal wegen Diebstahls und zweimal wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nacktfotos veröffentlicht: Anwalt hält Strafe für überzogen - und rastet aus

Seine Verteidiger hielten das Strafmaß für völlig überzogen. Einer der beiden ging die Staatsanwältin derart grob an, dass er sich dafür einen Rüffel des Richters einfing. Die Verteidiger sahen die Körperverletzung als nicht erwiesen an und forderten dafür Freispruch. Für die Veröffentlichung der Nacktbilder erachteten sie eine Geldstrafe von 2160 Euro für angemessen.

Nacktfotos öffentlich auf Facebook gepostet: Iraker hat zwei Jahre Zeit zu zahlen

Richter Wassermann verhängte 5130 Euro Geldstrafe, zahlbar in den nächsten zwei Jahren. Auch er hielt alle Vergehen für erwiesen. „Sie sind hier nur sehr knapp am Gefängnis vorbeigeschrammt“, erklärte der Richter. Immerhin habe der Iraker in der Verhandlung wegen des Teilgeständnisses und der Entschuldigung bei Tochter und Mutter sowie der Zahlung ein paar Punkte sammeln können. Der streitlustige Anwalt hörte da nur noch mit einem Ohr zu – er las Zeitung auf seinem Tablet.

Lesen Sie auch: In einer Pension am Rande von Passau findet die Polizei am Samstag drei Leichen, in den Körpern der Toten stecken Pfeile. Nun wurden zwei weitere Tote gefunden - in einer Wohnung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rutschender Hang mitten im Baugebiet
Der Wendehammer am Ende der Straße am Spatzenberg ist ins Rutschen gekommen. Möglicherweise liegt ein Baufehler vor, der dem Markt Wartenberg nun vielleicht einen …
Rutschender Hang mitten im Baugebiet
Mit der Schülerzeitung nach Berlin
Die Montessori-Schule Aufkirchen hat mit ihrer Schülerzeitung „Montefeder“ unter 1900 Teilnehmern den dritten Platz im deutschlandweiten Wettbewerb erreicht.
Mit der Schülerzeitung nach Berlin
Fischsterben: Trifft Stadt die Schuld?
 An die 300 Fische sind vergangene Woche im Isenflutkanal verendet. Offiziell ist die Ursache für das Massensterben von Barben, Nasen, Hechten und Zandern noch …
Fischsterben: Trifft Stadt die Schuld?
Feinkost Paulus hört auf
Wieder schließt ein Traditionsunternehmen: Das Feinkosthaus Paulus in Aufhausen stellt nach über 20 Jahren seinen Betrieb ein. Am Samstag, 29. Juni, ist der letzte …
Feinkost Paulus hört auf

Kommentare